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WEC: News

Toyota: WEC-Entscheidung im Oktober

Die Fortführung des LMP1-Programmes von Toyota ist längst nicht in Stein gemeißelt: Japaner entscheiden im Oktober über Zukunft in der Langstrecken-WM.

Nach dem peinlichen Kurzauftritt von Nissan, dem Abschied von Audi und dem bevorstehenden Ausstieg von Porsche könnte die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bald ohne LMP1-Hersteller dastehen. Das zukünftige Engagement von Toyota ist ungewiss. Die Japaner, die sich ursprünglich zu einer Teilnahme bis Ende 2019 bekannt hatten, entscheiden im Oktober auf Grundlage der veränderten Voraussetzungen noch einmal neu.

"Bei diesen Erwägungen spielt nicht nur der Kalender eine Rolle", sagt TMG-Boss Rob Leupen im Gespräch mit sportscar365.com. Es gebe eine große Anzahl von Parametern, die im Prozess der Entscheidungsfindung als Faktoren hineinspielen. So werde man genau beobachten, wie sich das Starterfeld am der sogenannten 'Super-Saison' 2018/19 darstellen wird. WEC-Promoter Gerard Neveu geht zwar davon aus, dass in der kommenden Saison mehr LMP1-Autos am Start stehen werden als jetzt, aber klare Bekenntnisse fehlen noch.

Toyota sucht den Wettbewerb, will nicht allein an der Spitze des Feldes fahren. Dafür braucht es allerdings Gegner, die annähernd auf dem Niveau der Japaner agieren können. Die Macher von ACO, FIA und WEC wollen die privaten Teams in der Performance auf das Level des Werksteams bringen. Ob dies überhaupt gelingen wird, steht in den Sternen. Angeblich gibt es Interesse von mindestens zwei Herstellern (Peugeot und McLaren) an einem LMP1-Programm, aber diese Projekte bräuchten einige Jahre Vorlauf.



Zudem will Toyota weiter auf die Kostenbremse treten - vor allem in der bevorstehenden Übergangsphase. "Wenn wir jetzt nochmal Geld für den Umbau des Autos investieren müssen, dann stellen wir uns natürlich Fragen", so Leupen. "Wenn in einem Jahr ohne wirklichen Wettbewerb die Kosten hoch bleiben, dann muss man sich fragen, ob das Sinn macht. Und notfalls muss dann eine harte Entscheidung getroffen werden."

Die Toyota Motorsport GmbH (TMG) mit Sitz in Köln wird die notwendigen Informationen und Einschätzungen - auf bezüglich des Reglements ab 2020 - zusammentragen und in Japan vorstellen. Die Konzernleitung mit Rennsport-Fan Akyo Toyoda an der Spitze ist anschließend am Zug. "Die werden es entscheiden, nicht wir", betont Leupen. "Es werden arbeitsreiche Wochen bis dorthin. Wir hätten diese Entscheidung gern so früh wie möglich."

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