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Rallye-WM: Analyse

Über 5.000 Testkilometer für Yaris WRC

Laut Tommi Mäkinen liegt sein Team bei der Entwicklung des Toyota Yaris WRC im Zeitplan; Testfahrer Hänninen schwärmt vom Handling.

Bildquelle: Werk

Seit Mai dieses Jahres testet Toyota das World Rally Car für sein WM-Comeback 2017, bisher wurden rund 5.000 Testkilometer abgespult. Überwiegend wurde auf den Schotterstraßen in der Nähe des Teamhauptquartiers von Tommi Mäkinen Racing in Finnland gefahren. "Wir haben hart gearbeitet, um den Zeitplan einzuhalten", sagt der vierfache Weltmeister, der selbst einige Testfahrten hinter dem Steuer durchgeführt hat. Der Finne ist für Toyotas WM-Projekt verantwortlich und bestätigt, dass man für das Debüt bei der Rallye Monte-Carlo im Jänner 2017 im Zeitplan liegt.

Mittlerweile gibt es ein zweites WRC-Modell des Yaris. "Das hat uns geholfen, das Entwicklungstempo zu steigern und die Entwicklung bei den Testfahrten unterschiedlich zu gestalten", hält Mäkinen fest. "Wir wollen das Auto bei allen Bedingungen und auf allen Untergründen testen, um für 2017 bereit zu sein." Das zweite Testteam ist bereits in Spanien und Portugal gefahren. Allerdings war der Yaris bisher noch nicht auf Asphalt unterwegs.

Zwei Testfahrzeuge im Einsatz

"Wir arbeiten mit zwei Autos, weil wir die Entwicklung aufteilen wollen. Das erste Team arbeitet in Finnland und konzentriert sich auf die Zuverlässigkeit des Autos. Dieses Programm beschäftigt sich mit dem Motor und dem Getriebe", erläutert Chefingenieur Tom Fowler die Herangehensweise. "Das zweite Team arbeitet an der Radaufhängung und operiert von unserer zweiten europäischen Basis aus. Wir haben noch nicht auf Asphalt getestet, aber die Performance des Autos ist schon sehr hoch. Wir hatten bisher auch keine groben Probleme."

Bisher ist weiterhin offen, mit welchen Fahrern Toyota im nächsten Jahr antreten wird. Neben Mäkinen führen Juho Hänninen und Jarkko Nikara die Testfahrten durch. "Ich konnte nicht widerstehen, also war ich der Erste, der das Auto gefahren ist", lacht Mäkinen, der in seiner Karriere 24 WM-Siege gefeiert hat. "Das Gefühl war großartig, und es hat Spaß gemacht, das Auto zu fahren. Wir können auch auf die Erfahrung von Juho und Jarkko zurückgreifen."

Es könnte auch sein, dass Mikko Hirvonen demnächst den Yaris testen und seine Einschätzung abgeben wird. Mäkinen sagt dazu bloß: "Wir gehen davon aus, dass sich demnächst auch andere Fahrer dem Entwicklungsteam anschließen werden." Offen ist derzeit, wie konkurrenzfähig die verschiedenen neuen WRCs sind: Citroën, Hyundai, Toyota und Volkswagen testen bisher alleine, Vergleichswerte gibt es also bisher keine.

Hänninen schwärmt vom Handling

Seitens Toyota findet Testfahrer Hänninen nur positive Worte über den Yaris WRC: "Als ich das Auto zum ersten Mal gefahren bin, war ich sehr beeindruckt. Das Handling und die Balance waren perfekt. Das Designteam hat extrem gut gearbeitet. Wir konnten auch sofort Kilometer abspulen, weil die Zuverlässigkeit gegeben ist. Bei den Tests außerhalb Finnlands sind wir bei unterschiedlichen Bedingungen gefahren, und die Performance des Yaris war sehr konstant."

Auch wenn bisher nur Finnen das neue WRC von Toyota gefahren sind, ist das Team in Puuppola international. "Wir stellen immer mehr Personal ein, und die Atmosphäre hat sich nicht verändert", sagt Mäkinen. "Es gibt keine Sprachbarrieren." Mitarbeiter aus sieben Nationen kümmern sich derzeit um das WRC-Projekt.

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