RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Analyse

Toyoda: "Toyota hasst es zu verlieren"

Toyota-Präsident Akio Toyoda erinnert an die große Vergangenheit der Marke im Rallyesport und ist von künftigen Erfolgen überzeugt.

Toyota-Präsident Akio Toyoda gilt als großer Motorsportfan und ist schon oft selbst am Steuer von Rennautos gesessen. Der heute 60jährige ist unter anderem drei Mal unter einem Pseudonym beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring angetreten. Nun führt Toyoda den Automobilhersteller aus Fernost zurück in die Rallye-WM. Anlässlich der Teampräsentation in Finnland beschwor der Japaner die erfolgreiche WM-Vergangenheit von Toyota, an die man bald anknüpfen möchte – man sei nicht zurückgekehrt, um hinterherzufahren.

"Als ich im Juli 2014 die Finnland-Rallye als Zuschauer besuchte, haben mich viele Fans gefragt, wann Toyota in den Rallyesport zurückkehren würde. Sechs Monate später haben wir uns für dieses WM-Comeback entschieden. Ich bin überrascht, dass sich noch so viele Leute daran erinnern können, dass Toyota in der Rallye-WM war, obwohl das schon mehr als zehn Jahre her ist. Ich möchte allen Fans, die 17 Jahre auf diesen Tag gewartet haben, meine Dankbarkeit und meinen Respekt ausdrücken. Dazu kommen die Rallyeveranstalter, die Teilnehmer und die anderen Hersteller, die während unserer Abwesenheit den Sport weiterentwickelt haben. Ich bedanke mich bei allen, jetzt sind wir zurück", sagte Toyoda.

"Gleichzeitig möchte ich allen meinen Respekt ausdrücken, die für die enge Verbindung zwischen Toyota und dem Rallyesport gesorgt haben, die sich so stark in die Erinnerung der Menschen eingebrannt hat. Darunter ist auch Ove Andersson, der in den 70er Jahren das Toyota-Team gegründet hat. Björn Waldegård hat Toyota in den 80er Jahren in der Rallye-WM an die Spitze katapultiert. Carlos Sainz, Juha Kankkunen und Didier Auriol haben in den 90er Jahren Weltmeistertitel geholt. Rallyes sind die beste Plattform, um die Fähigkeiten der Menschen und der Autos zu demonstrieren, denn der Wettbewerb findet auf den unterschiedlichsten Straßen statt", führte der Toyota-Präsident weiter aus.

"Toyota war schon lange nicht mehr auf der WM-Bühne, aber ich bin sehr glücklich, dass wir jetzt zurück sind. Tommi Mäkinen hat unzählige Rallyes gewonnen und Erfahrung in verschiedenen Autos wie Mitsubishi und Subaru – und genau weil Tommi die unterschiedlichsten Erfahrungen mitbringt, haben wir ihn gebeten, das Auto und das Team aufzubauen. Wie ich schon nach den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans gesagt habe: Toyota hasst es zu verlieren. Diese Einstellung gilt auch für die Rallye-WM. Vor ein paar Tagen hatte ich die Freude, den Yaris WRC selbst zu fahren. Den Sound und den Geruch des Autos wahrzunehmen und das Lenkrad und die Pedale zu spüren, macht mich für dieses Auto zuversichtlich", erzählte der Japaner.

"Wir und unsere Teammitglieder aus Finnland, Deutschland und Japan werden in diesem letzten Monat bis zum Saisonauftakt der Rallye-WM unser Bestes geben, damit wir so rasch wie möglich unseren Langzeitfans zeigen können, dass Toyota wieder zur Spitze zählt. Wir wollen alten wie neuen Fans ein Lächeln ins Gesicht zaubern, damit sie darin bestätigt werden, unser Team zu unterstützen", beschloss Toyoda seine Rede.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Analyse

- special features -

Weitere Artikel:

WRC übernimmt F1-Technik

Helmkamera vor Live-Premiere

Formel-1-Technik hält Einzug in die WRC: Auf Sardinien testet M-Sport eine FIA-zugelassene Helmkamera für mögliche Livebilder aus dem Rallye-Auto

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Friedl

Schreckmoment – Improvisieren gefragt

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten mit dem AUTOFUN - Ford Fiesta Proto mit viel Improvisation wichtige Punkte in der ARC Challenge einfahren.

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

ARC, Herbstrallye: 1. Vorschau

Herbstrallye: „Wir kommen zu den Menschen!“

Mit der Waldviertler Herbstrallye feiert Österreichs Rallyeszene einmal mehr einen grandiosen Saisonabschluss. Das Rallye Headquarter übersiedelt nach Waidhofen an der Thaya. Der charismatische Servicepark auf dem Flughafen Dobersberg bleibt bestehen.