CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Ennstal-Classic 2016

„Ich bringe meine Family!“

Der frühere Formel 1- und nunmehrige Porsche-Werkspilot Mark Webber spricht über seinen Wechsel in die Langstrecken-WM – zur Ennstal-Classic möchte er künftig Freunde und Familie bringen….

Foto: Ennstal-Classic/Peter Meierhofer

Wie ist es dir bei der Ennstal-Classic ergangen?

Heute war es wunderschön, auch gestern im Regen war es gut – ich bräuchte nur ein bisschen mehr Bier. Nein, im Ernst: Es ist wunderbar.

Du bist jetzt drei Jahre in der WEC – wie würdest du den Unterschied zur Formel 1 beschreiben?

Zu allererst sind die Rennen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft sehr lang – aber das wissen wir alle. Nur: In der heutigen Formel 1 kannst du nicht pushen, du musst die Reifen schonen und Sprit sparen. In der WEC ist das anders – da kannst du Vollgas fahren, was für die Piloten großartig ist. Das wäre das Positive. Dafür musst du in der Formel 1 nicht mit den Backmarkers, mit dem ‚Verkehr‘ umgehen. Ich liebe die Formel 1 – aber ich bin jetzt 40 und kann nicht mehr Formel 1 fahren und daher muss ich die nächstgrößte Kategorie fahren, und das ist eben die WEC.

Kannst du den ‚Verkehr‘, das Überholen der Backmakers, der kleineren Klassen auf dem Simulator üben?

Nein, das ist unmöglich, das ist so hart – das kannst du nicht simulieren.

Sich das Auto mit anderen Piloten teilen war sicher auch eine neue Erfahrung für dich…

Ja, ich musste den Langstreckensport erst verstehen lernen. Da hat Porsche einen großartigen Job geleistet, denn es ist für einen Formel 1-Fahrer zunächst alles andere als einfach, den Langstreckensport zu verstehen. Aber ich habe diese Herausforderung gerne angenommen und hatte auch viel Freude dabei – und ich bin von Jahr zu Jahr besser geworden. Im ersten Jahr fuhr ich okay, aber 2015 und heuer bin ich richtig schnell unterwegs, vor allem auch in Le Mans habe ich richtig Gas geben, also muss ich sagen: Der Wechsel in die WEC war wirklich gut für mich.

Wirst du im nächsten Jahr zur Ennstal-Classic zurückkehren?

Ich bin nicht sicher, ob es im nächsten Jahr möglich sein wird – ich hoffe es. Sicher aber im Jahr darauf. Es ist ein fantastischer Event, ich möchte ihn mit meinem Vater, mit meiner Frau oder mit einigen Freunden bestreiten – vielleicht brauche ich dazu noch mehr Autos aus dem Porsche Museum. Die Leute hier sind so freundlich, die Landschaft ist einfach hinreißend, die Berge sind unglaublich. Es ist sehr viel Emotion hier bei der Ennstal-Classic – man kann erkennen, dass die Österreicher sehr gut aufpassen auf ihr Land.

News aus anderen Motorline-Channels:

Ennstal-Classic 2016

Weitere Artikel:

Ein Zwerg auf der Suche nach Identität? Streng genommen hatte der Rascal sogar viele, dazu mehrere Familiennamen und je nach Marke unterschiedliche Produktionsstandorte mit wilden Zuordnungen.

Schon jetzt sind mehr als 100 Anmeldungen für die 28. Ausgabe der ARBÖ Classic (5. & 6. Juni) in der Admonter Gesäuse Region eingelangt - im September steigt dann die Austrian Rallye Legends.

Wenn Genossen den Eid genossen

Helden auf Rädern: Shanghai SH760

Automobilbau in China? Vor 70 Jahren nahezu unvorstellbar. Dafür zeigte der SH760, wie schnell sich in diesem Land das Blatt wenden und man in diesem Spiel dazulernen kann. Ein Auto wie ein Spiegelbild der Lernkurve eines Landes.

Starter, Elektrik, Vergaser im Fokus

Auf zum Schrauberseminar!

Oldtimer-Spezialist Dieter Serglhuber lädt zum Oldtimer–Spezialseminar. An fünf Samstagen werden Klassik-Spezialthemen in Theorie und Praxis erklärt.

Wenn man ein simples Arbeitstier schon überzeichnet, dann bitte ordentlich. Dass dem Mazda Rotary Pick-up dennoch keine große Karriere zuteil wurde, lag vor allem am schlechten Timing. Aber auch am Charakterdarsteller Wankelmotor.

Ein halbes Jahrhundert in sechs Generationen

50 Jahre VW Polo

Autos sind immer Kinder ihrer Zeit – und kaum ein anderes zeigt diesen Schlüssel zu großer Beliebtheit besser als der VW Polo. Je nach Zeitgeist und Geschmack passte er sich den Wünschen und Bedürfnissenn der Kunden an, blieb seinem Grundmotto aber stets treu: leistbare Mobilität ohne Abstriche auf der Höhe der Zeit. Wir blicken zurück auf fünf bewegte Jahrzehnte, erzählt anhand der sieben Polo-Generationen.