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KTM will's wieder wissen

Das einzige offizielle Werksfahrzeug von KTM bei der zweiten Südamerika-Dakar ist ein Lkw – Support aus Mattighofen für Despres & Coma.

Ein Assistenz-Truck allein ist eigentlich keine besonders große Neuigkeit, sollte man glauben. Oder zumindest nichts, womit ein Motorradhersteller großes Aufhebens machen sollte.

Dennoch macht der Truck seine eigenen Schlagzeilen, denn der oberösterreichische Hersteller KTM wollte ursprünglich überhaupt nicht werksseitig bei der Dakar 2010 vertreten sein.

Der Grund liegt im Bestreben des Veranstalters ASO, den Hubraum in der Bike-Klasse auf 450 ccm zu reduzieren. Das hat die KTM-Werksmaschinen mit 690 ccm, die in den letzten Jahren die Rallyeszene dominiert haben, auf einen Schlag aus dem Bewerb befördert. KTM hat daraufhin seinen Rückzug von der Dakar bekanntgegeben.

Also doch

Von der Rallyeszene generell hat man sich nicht abgewandt, die Werksfahrer waren heuer wieder sehr erfolgreich. Cyril Despres holte sich den WM-Titel.

Vom „main event“ wollte man sich aber fernhalten und lieber das konkurrierende Africa Race mit dem Werksservice beschicken. Die ASO hat in der Folge eingelenkt und lässt jetzt Maschinen über 450 ccm mit einem 32 Millimeter großen Air-Restrictor zu.

Privatmänner

Die beiden Werksfahrer Despres und Marc Coma (Dakar-Sieger 2009) sitzen also wieder auf KTM 690 Rallye, allerdings jeweils unter der Nennung privater Teams.

Der Franzose hat unter dem Teamnamen Challenge 75 genannt, das war die Mannschaft seiner Anfangsjahre im Endurosport.

Er bekommt kurzfristig einen neuen Teamkollegen: Nachdem der ursprünglich als Wasserträger ausgewählte James West verletzungsbedingt absagen musste, springt der Portugiese Ruben Faria ein. Er hat bereits 2006 bei der Afrika-Dakar eine Etappe gewonnen.

„Unser Ziel ist der Sieg“, meldet auch der Titelverteidiger Marc Coma seine Ansprüche an. Er genießt ebenfalls KTM-Werksunterstützung und bildet im 9.000-Kilometer-Bewerb ein katalanisches „Nationalteam“ mit seinem Werksfahrerkollegen Jordi Viladoms.

Die stärksten Gegner kommen aus dem Hause Yamaha und Aprilia. Und die Unterstützung aus dem KTM-Truck.

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