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Rallye Dakar 2010

Singen & Stürzen in der chilenischen Sandkiste

Eine knapp drei Kilometer lange Sandrutsche wartete am Donnerstag am Ende der 418 km langen Speziale auf Martin Freinademetz & Co.

Fotos: Xventure, J. van Oers

Der einzige Österreicher kommt an Tag sechs sturzfrei ins Ziel und das, obwohl der Tag mit schlechten Vorzeichen gestartet wurde. Nach mehr als 27 gewerteten Stunden am Bike rangiert der ehemalige Snowboard-Profi auf Rang 33 im Zwischenklassement.

„Der Start in den Tag war überaus schlecht. Auf der Verbindungsetappe bin ich beinahe eingeschlafen, musste mich mit Singen und Schreien wach halten. Am Etappenstart war ich gottseidank einigermaßen munter,“ bringt der gebürtige Innsbrucker den Beweis, dass die Nächte im Biwak alles andere als erholsam sind. Stromaggregate, Motorengeheul und Reparaturarbeiten des Nächtens gehören zur Rallye Dakar wie das Amen im Gebet.

Auf das Schlimmste gefasst, zeigt sich bald, dass diese sechste Sonderprüfung mit Blick auf die chilenische Pazifikküste „viel besser und einfacher war, als erwartet. Die ersten 200km waren relativ schnell herunter gespult. Das Terrain war sandig, aber nicht allzu schwierig. Nur zum Ende hin gab es eine lange Dünenpassage, die allerdings verhältnismäßig gut zu fahren war.“

Eine Etappe ohne übermäßige Anstrengung für den 40-Jährigen, der sturzfrei über den Tag kommt, „ganz im Gegenteil zum Italiener Luca Manca, der an einer Stelle gestürzt ist, wo einer wie er sicherlich mit mehr als hundert Sachen am Weg ist!“

Der längste Tag der gesamten Rallye steht den Teilnehmern am Freitag ins Haus: Die Spezialwertung erstreckt sich über endlos erscheinende 600km. Für die schnellsten Zweiradfahrer ist eine Zeit von mindestens sieben Stunden anberaumt: „Ich gehe positiv in den morgigen Tag und hoffe, dass es in etwa so wird wie heute. Wenn nicht, dann wird’s ein grausiger Tag.“

Das Zeitfenster für das Erreichen des Biwaks wurde auf Samstagvormittag begrenzt: „In der Wüste schlaf ich sicher nicht, ich pack extra ein paar Ersatzbirnen für mein Licht ein, damit ich im Fall durch die Nacht komme, denn ich will im Hotelbett schlafen!“

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