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Rallye-WM: Interview

Marcus Grönholm: Gaststart für Toyota?

Der zweifache Rallyeweltmeister Marcus Grönholm (FIN) könnte in der Saison 2019 mit Toyota ein Kurzcomeback in der Rallye-WM feiern.

Marcus Grönholm könnte im Jahr 2019 mit Toyota seine Rückkehr in die Rallye-WM feiern. Der Finne soll bei der Schweden-Rallye für die Japaner ins Cockpit eines WRCs zurückkehren. In diesem Jahr sei das Vorhaben nur knapp gescheitert, weshalb nun die nächste Saison angepeilt wird. Zuletzt war Grönholm im Jahr 2010 in der Rallye-WM am Start.

"Weil ich in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden bin, wäre es eine tolle Sache gewesen. Ich möchte nicht in Finnland starten, weil mir die Schweden-Rallye besser gefällt", sagte Grönholm. Finnland sei aufgrund seiner Sprünge sehr anspruchsvoll, wohingegen man als Fahrer die Schweden-Rallye genießen könne, so der Finne.

"Heuer wäre ein Start großartig gewesen, weil es so viel geschneit hat. Ich wäre gewiss bei der Musik dabei gewesen", erklärte Grönholm. Aktuell sei sein einmaliger WM-Start jedoch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste von Toyota-Teamchef Tommi Makinen. "Es wäre trotzdem eine tolle Geschichte, oder?", wollte der zweifache Weltmeister die Hoffnung noch nicht aufgeben.

Erfahrung mit dem Yaris WRC hat Grönholm bereits gesammelt: Bei der Finnland-Rallye ist der Routinier während der Zuschaueretappe in Harju im Cockpit gesessen. "Ich habe fünf Kilometer im Auto zurückgelegt und war nicht weit von der Bestzeit entfernt. Es hat Spaß gemacht, weil ich nicht wie verrückt fahren musste", so der Finne.

Der Start im Jahr 2018 sei an mehreren Problemen gescheitert: Es hätte einerseits zu wenig Autos gegeben, andererseits sei das Team zu diesem Zeitpunkt viel zu beschäftigt gewesen. Für die Saison 2019 sei Toyota aber optimistisch, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. "Wir werden wieder darüber reden. Es wäre toll, Marcus wieder im Auto zu sehen", sagte Makinen.

Mit Peugeot, für das er bis 2005 tätig war, holte Grönholm in den Jahren 2000 und 2002 den Rallye-WM-Titel. Am Ende der Saison 2007 trat er nach zwei Jahren als Ford-Werksfahrer zurück, kehrte aber 2009 und 2010 für jeweils eine WM-Rallye zurück. Momentan gilt sein Hauptaugenmerk dem GRX-Projekt in der Rallycross-WM, in der er Supercars auf Basis der Hyundai i20 WRC einsetzt.

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