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Bestzeit für Hirvonen – Sorgen wegen Glatteis

Andi Aigner, mit dem Shakedown zufrieden, stellt aufgrund der vereisten Prüfungen seine Taktik um. Crash von Henning Solberg, Bestzeit für Hirvonen.

Michael Noir Trawniczek

Frostige Sonderprüfungen, dazu Neuschnee und Glatteis – die Verhältnisse in Wales stellen für die Piloten der Rallye-WM eine besonders große Herausforderung dar. Schon bei der Besichtigung ist beispielsweise sogar Weltmeister Sébastien Loeb in seinem Recce-Fahrzeug, interessanterweise ein Mitsubishi Lancer Evolution, von der Strecke gerutscht.

Auf der 3,9 Kilometer langen Shakedown-Strecke im Wald von Penllergaer, nördlich vom Servicepark in Swansea, kam es zu einem schweren Unfall – allerdings war hier die Technik der Auslöser. Am Ford Focus von Henning Solberg schlug der Stoßdämpfer durch die Motorhaube, in der Folge flog der Norweger von der Strecke und krachte leicht gegen einen Baum.

Solberg erklärte gegenüber der offiziellen WRC-Website: „Bei diesem Unfall hatten wir Glück. Wir fuhren mit rund 150 km/h, als es plötzlich einen Knaller machte und der Stoßdämpfer einfach durch die Motorhaube kam. Wir sind sofort abgeflogen und blieben erst stehen, als das Auto gegen einen Baum krachte. Glücklicherweise war dieser Aufprall aber nicht so heftig, sodass wir uns dabei nur die Stoßstange beschädigt haben." Henning Solberg wird nach der Reparatur seines Fahrzeugs an der Wales-Rallye teilnehmen können.

Die Bestzeit markierte Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen mit einer Zeit von 2:25.6 Minuten, dahinter Subaru-Pilot Petter Solberg und Weltmeister Sébastien Loeb im Citroen C4 WRC.

MotoGP-Ass Valentino Rossi wird bei seinem dritten WRC-Gastspiel, diesmal im Ford Focus RS WRC 07, mit seiner legendären Startnummer 46 an den Start gehen – PWRC-Pilot Jari Ketomaa hätte normalerweise diese Startnummer, trat die gesamte Saison über mit der Nummer 46 an – doch er übergab die Nummer an Rossi als Leihgabe und tritt seinerseits dafür mit der Startnummer 146 an. Der abergläubische Rossi bedankte sich bei Ketomaa und erklärte: „Es war sehr wichtig für mich, diese Startnummer zu erhalten – ich war bei meinen beiden WRC-Rallyes immer das Auto Nr. 46 und ich hatte noch nie bei einem Motorrad- oder Autorennen einen andere Startnummer als die 46.“

PWRC: Aigner stellt Taktik um

Andi Aigner fuhr zweimal über die Testprüfung – beim ersten Mal fuhr er die drittschnellste, beim zweiten Versuch die zweitschnellste PWRC-Zeit. Sein Titelrivale Juho Hänninen war zunächst um drei Zehntelsekunden schneller, beim zweiten Durchlauf lag der Finne rund eine Sekunde hinter Aigner.

Der Red Bull Rallye Team-Pilot erklärte gegenüber motorline.cc: „Ich bin mit dem Shakedown zufrieden, das Auto lief perfekt – die Strecke war schon sehr ausgefahren, es hatte sich auf acht Grad erwärmt. Die Shakedown-Zeiten sagen aber nicht viel aus.“ Für den ersten Tag erwartet Aigner „beste Schweden-Bedingungen“ – auf den Prüfungen liegt Eis, es besteht also höchste Abfluggefahr.

Aigner stellt daher auch seine Taktik um: „Hier sofort auf vollen Angriff zu fahren, wäre nicht sehr intelligent. Hier geht es zumindest am ersten Tag lediglich darum, das Auto auf der Strecke zu halten – wenn du das schaffst, kannst du bereits sehr weit vorne liegen. Es wäre jedenfalls unklug, die Chance gleich am ersten Tag wegzuwerfen.“



Shakedown-Zeiten WRC

 1. Mikko Hirvonen        Ford              2:25.6 
 2. Petter Solberg        Subaru            2:26.5
 3. Sébastien Loeb        Citroën           2:27.0
 4. Daniel Sordo          Citroën           2:27.2
 5. JariMatti Latvala     Ford              2:28.1
 6. Francois Duval        Stobart Ford      2:29.0
 7. Chris Atkinson        Subaru            2:29.2
 8. Matthew Wilson        Stobart Ford      2:30.2
 9. PerGunnar Andersson   Suzuki            2:30.4
10. Sebastien Ogier       PH Sport Citroën  2:30.6
11. Toni Gardemeister     Suzuki            2:31.7
12. Mads Östberg          Adapta Subaru     2:32.2
13. Henning Solberg       Stobart Ford      2:33.8
14. Barry Clark           Stobart Ford      2:34.6
15. Khalid Al Qassimi     Ford              2:36.8
16. Conrad Rautenbach     PH Sport Citroën  2:37.4
17. Valentino Rossi       Stobart Ford      2:41.7
18. Gareth Jones          Subaru            2:45.2
19. Dave Weston           Stobart Ford      2:46.0
20. Steve Perez           Stobart Ford      2:47.5
21. Eamonn Boland         Subaru            2:53.9

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