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Toyota steht vor Fahrerentscheidung

Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen will nach der Deutschland-Rallye die Fahrer bestimmen – Tänak und WRC2-Topfahrer im Gespräch.

Fotos: Toyota

Auch Anfang August ist weiterhin offen, mit welchen Fahrern Toyota das Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft 2017 in Angriff nehmen wird. Für Teamchef Tommi Mäkinen sind Ott Tänak und die derzeitigen WRC2-Spitzenfahrer interessant. Eine Entscheidung könnte nach der Rallye Deutschland später im Monat fallen, nachdem Mäkinen Gespräche mit Toyota Japan geführt hat. Tänaks Aktien sind durch seine Leistungen im DMACK-Team gestiegen, nachdem der Este Ende der vergangenen Saison seinen Platz bei M-Sport verloren hat.

Sein ehemaliger M-Sport Teamkollege Elfyn Evans, der derzeit die WRC2-Wertung anführt, ist genauso auf Mäkinens Liste. Dazu kommen Teemu Suninen, der einen von Oreca eingesetzten Skoda fährt, sowie die beiden Skoda-Werksfahrer Esapekka Lappi und Pontus Tidemand. "Ich kann folgende Namen sagen: Elfyn, Ott Tänak, Esapekka Lappi, Teemu Suninen und Pontus Tidemand", bestätigt Mäkinen, als er auf mögliche Fahrer angesprochen wird.

"Der Plan ist noch nicht entschieden, wir werden das mit Japan besprechen. Die Frage ist, wie wir es sehen wollen. Denken wir an 2017 oder blicken wir in die Zukunft?", so Mäkinen. "Das werden wir genau mit Japan besprechen und dann gemeinsam eine Entscheidung treffen." Der ehemalige Hyundai-Werksfahrer und IRC-Topmann Juho Hänninen hat bisher eine große Rolle bei den Testfahrten gespielt. Er könnte bleiben.

Mäkinen meint über Hänninen: "Um jede Rallye zu lernen und zu analysieren, dafür wäre Juho sehr gut. Er kennt das Auto technisch sehr genau. Er hat auch das komplette Testprogramm absolviert. Das könnte uns helfen, für 2018 noch besser vorbereitet zu sein." Miko Hirvonen stieg in dieser Woche ebenfalls ins Testprogramm ein, aber Mäkinen hat ein Comeback seines finnischen Landsmanns ausgeschlossen. Hirvonen konzentriert sich auf die Cross-Country-Rallyes mit X-raid.

Die Saison 2017 wird Toyota wahrscheinlich mit zwei Yaris WRC beginnen und später ein drittes Auto einsetzen. "Die Infrastruktur ist für drei Autos ausgelegt, aber es ist viel Arbeit, gleich zu Beginn drei Autos aufzubauen und einzusetzen", hält Mäkinen fest. "Es ist einfacher, wenn wir mit zwei Autos starten und das dritte nach einigen Rallyes bringen."

Für 2017 schraubt der viermalige Weltmeister die Erwartungen zurück. Es wird eine Lernsaison werden: "2017 müssen wir in der ersten Saison lernen und die Rallyes analysieren. Ich würde eher sagen, dass wir für 2018 bereit sind und um Siege kämpfen können. Das Ziel für das nächste Jahr? Natürlich würden wir gerne bald einen Podestplatz sehen."

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