RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Schweden-Rallye

„Jeder im Ziel ist ein kleiner Held“

Vor 17 Jahren fiel er bei der Schweden-Rallye aus – jetzt möchte Max Zellhofer die offene Rechnung begleichen. Gezündet wird ein spezieller Suzuki Swift S1600.

Michael Noir Trawniczek
Foto: ZMRacing

“Vor 17 Jahren bin ich mit einem Suzuki Swift S1600 die Schweden-Rallye gefahren und mit Getriebeschaden ausgefallen – damals habe ich gesagt: Da fahre ich sicher noch einmal!“ Von 12. bis 15. Februar wird es so weit sein: Martin „Max“ Zellhofer kehrt nach Schweden zurück, um quasi diese offene Rechnung zu begleichen. „Ich war vor zwei Jahren bei der Schweden-Rallye als Zuschauer – da ist auch der Wunsch entstanden, mich zu meinem 50. Geburtstag mit Rallyeeinsätzen selbst zu beschenken“, erzählt Zellhofer. Der WM-Einsatz ist somit der Höhepunkt dieses Unterfangens.

Wie schon vor 17 Jahren wird auch 2015 ein Suzuki Swift S1600 eingesetzt, allerdings ein ganz besonderer. Zellhofer erklärt: „Wir haben den Swift mit jenen Komponenten aufgebaut, die einst das Suzuki Werksteam in der damaligen JWRC eingesetzt hat, das ist die allerfeinste Ware.“ An der Seite von Zellhofer wird wieder der erfahrene Andre Kachel Platz nehmen – auch der 41-jährige Deutsche fährt zum ersten Mal in Schweden.

Zwar ist der Suzuki Swift S1600 bis 2016 homologiert und zugelassen, in der WRC3 jedoch können damit keine Punkte geholt werden. In dieser Kategorie ist in Schweden ohnehin nur ein einziges eingeschriebenes Fahrzeug am Start: der Norweger Ole Christian Veiby, der zuletzt bei der Rallye Monte Carlo Platz drei der WRC3 belegen konnte. Traditionell sind in Schweden wenige zweiradangetriebene Fahrzeuge am Start – so starten neben Zellhofer/Kachel und Veiby noch der Schwede Emil Bergkvist auf einem Opel Adam R2 und die Britin Luise Cook auf einem Ford Fiesta R2.

Welches sportliche Ziel hat sich Max für seine „Geburtstags-WM-Rallye“ gesetzt? Zellhofer sagt: „Zunächst einmal müssen wir die gesamte Rallye absolvieren – mit den Verbindungsetappen sind da immerhin 1500 Kilometer zu bewerkstelligen. Da ist schon einmal jeder ein kleiner Held, der diese Rallye beendet. Ansonsten wollen wir im 2wd-Feld vorn dabei sein- auf Schnee macht es keinen großen Unterschied, ob du mit einem R2, einem R3 oder einem S1600 am Start bist. Das Wichtigste ist jedoch die Zielankunft.“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Schweden-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

Neues Auto für WRC-Regeln 2027?

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden, welchen Weg man für das WRC-Reglement 2027 einschlägt - "Wir schauen uns im Moment wirklich alle Optionen an - alles"

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.