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Ennstal-Classic 2014

Ferrari GTO bei der Ennstal-Classic

Lord Irvine Laidlaw nannte einen Ferrari 250 GTO für die heurige Ennstal-Classic, welcher zur Zeit das wertvollste und teuerste Automobil der Welt ist.

Foto: Ennstal-Classic

In 20 Jahren Ennstal-Classic war von den Mercedes-Silberpfeilen der Vor- und Nachkriegszeit über den Jaguar C- und D-Typ bis zum Porsche 917 alles am Start, was zu den Meilensteinen der Rennsport-Geschichte zählt. Aber noch nie ein echter Ferrari GTO.

Bis zur brandaktuellen Nennung von Lord Laidlaw. Der in Monaco lebende Lord fährt Oldtimer-Rennen wie Goodwood und Tour Auto, in der Klassik-Szene ist er mit seiner Sammlung eine Berühmtheit.

Erstbesitzer seines Ferrari GTO mit Chassisnummer #3527 war der Wiener Juwelier Gotfried Köchert. Die Italo-Ikone mit 290 PS starkem Dreiliter-V12 wurde am 22. Mai 1962 ausgeliefert, Köchert fuhr mit seinem Freund Umberto Maglioli das 1000 Kilometer-Rennen am Nürburgring, man führte sogar in der Dreilliter GT-Klasse, bis nach einem Boxenstopp das Auto nicht mehr ansprang.

Der Wagen wurde nach Maranello zurückverkauft und ging dann über die Ecurie Francorchamps an Lucien Bianchi, der in der Tour de France Siebter wurde, nachdem er in Führung liegend mit einem Lastwagen kollidierte. Bianchi/Mairesse wurden dann Fünfte im 1000 Kilometer-Rennen von Montlhery, und Bianchi gewann den Grand Prix von Angola. Danach wurde #3527 an die Scuderia Filipinetti verkauft. Der Schweizer Banker Armand Boller kaufte den GTO 1963 und startete damit bei Bergrennen. 1965 wurde der Wagen bei Graber in der Schweiz mit einem Leder-Interieur versehen. Von 1966 bis 1972 war der GTO im Besitz von Sir Anthony Bamford, der an den VW-Händler Don Nelson verkaufte, der nächste Besitzer im Jahre 1984 hieß Stephen Pilkington, der das Auto 20 Jahre besaß, bevor es im Jahre 2005 an Irvine Laidlaw verkauft wurde.

Bei den besten Firmen des Restaurations-Business, die es in England gibt, wurde der GTO in 2450 Arbeitsstunden auf das höchste Niveau restauriert.
Mit dem GTO gewann Ferrari die GT-WM in den Jahren 1962/63 und 64.
Heute gilt der GTO, von dem nur 39 Exemplare gebaut wurden, als teuerstes Auto der Welt. So verkaufte etwa der Auto-Sammler Paul Pappalardo seinen GTO (#5111) unlängst in einer Privat-Transaktion für 52 Millionen Dollar an einen geheim gehaltenen Besitzer.

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