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WEC: Interview

Können Private mit Werken mithalten?

Mit der Saison 2020/21 soll die Langstrecken-WM eine neue Topklasse erhalten. Toyota glaubt, dass Privatiers dann mithalten können.

Wenn ab der Langstrecken-WM 2020/21 ein neues Reglement für die Topklasse der Sportprototypen zum Einsatz kommt, stellt sich die Frage, ob die Werksteams wie bei den aktuellen LMP1 erneut einen großen Vorteil gegenüber Privatiers haben werden. Toyota sieht eine Chance, dass Privatteams dann mit den Werksautos konkurrieren können.

"Privatteams werden eine echte Chance haben", sagte Toyota-Technikchef Pascal Vasselon. "Man kann die Kosten nicht begrenzen, aber man kann dafür sorgen, dass kein Team sich einen signifikanten Vorteil erkaufen kann." Die neuen Regeln seien eine große Chance, meinte der Toyota-Funktionär, und würden genau das bieten, was der Serie zurzeit fehle.

Der vorerst noch als "Hypercar" betitelten LMP1-Nachfolger soll Budgets und reale Ausgaben senken. In der Hybridära haben Audi, Porsche und Toyota stets ein Vielfaches der geplanten Unkosten aufbringen müssen, um untereinander konkurrenzfähig zu bleiben. Künftig soll ein Maximalwert für Abtrieb sowie ein Minimum an Luftwiderstand vorgegeben werden, um den Entwicklungswettstreit zu begrenzen.

Laut des Automobile Club de l'Ouest sollen sich die laufenden Kosten auf rund 25 bis 30 Millionen Euro pro Saison beschränken. Privatteams sollen die Option erhalten, von den Werksteams ein komplettes Hybridsystem zu erwerben. "Man kann viel Leistung abrufen, ohne viel Geld auszugeben", so Vasselon. "Die Ziele reduzieren den Entwicklungsaufwand und sind mit weniger Kosten zu erreichen."

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