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WEC: News

Neues LMP-Reglement ab 2020 vorgestellt

In der neuen Topkategorie der Langstrecken-WM sollen die Kosten pro Fahrzeug ab der Saison 2020/21 gleich um 75% reduziert werden.

Bei einer Pressekonferenz im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans wurde das neue Reglement der Langstrecken-WM vorgestellt, das ab der Saison 2020/21 gelten soll. Dabei hat der Automobile Club de l'Ouest (ACO) Details zum Nachfolger der LMP1-Kategorie genannt:
Ab 2020 soll es eine neue Kategorie geben, deren endgültiger Name erst im November 2018 feststehen wird, wenn auch das Reglement selbst offiziell verabschiedet werden soll.

Diese neuen Fahrzeuge werden mit einem Hybridmotor und KERS an der Vorderachse ausgestattet sein. Mit geschätzten Rundenzeiten in Le Mans von 3:20 Minuten sollen diese fast genauso schnell sein wie die aktuellen Prototypen. Hinter ihrer Einführung steht vor allem das Ziel der Kostenreduktion: Demnach soll ein Viertel des derzeitigen LMP1-Budgets ausreichen, um in der Topkategorie an der Langstrecken-WM teilnehmen zu können.

Bei der Auswahl der Motoren soll es keinerlei Einschränkungen geben; dem ACO zufolge haben bereits viele Hersteller Interesse an der neuen Generation von Langstreckenboliden der Topkategorie bekundet. Von Herstellern entwickelte Hybridsysteme müssen allen interessierten Privatteams zum Fixpreis inkl. eines einheitlichen Steuergeräts zur Verfügung gestellt werden.

Die Kategorie soll für mindestens fünf Jahre bestehen bleiben, um die Stabilität der Meisterschaft zu garantieren und sie für die Hersteller attraktiv zu machen. "Das neue Reglement für die Langstrecken-WM, das mit der Saison 2020/21 in Kraft tritt, ist das Ergebnis harter Arbeit zwischen Mitgliedern der FIA, ACO, Herstellern und Teams", sagte FIA-Präsident Todt. "Dies wird dem Langstreckensport eine langfristige, stabile Plattform bieten und gleichzeitig eine kostengünstige Bühne für die Präsentation künftiger Technologien bieten."

"Die heute gemeinsam von ACO und FIA bekanntgegebene Richtung für das neue Reglement ist überaus positiv. Die Regeln für 2020 bis 2024 sind für Wettbewerber sowohl technisch interessant als auch nachhaltig, wobei die gedeckelten Budgets ein Schlüsselfaktor sind", sagt Gerard Neveu, Geschäftsführer der Langstrecken-WM. "Wir sind zuversichtlich, dass wir eine wachsende Zahl von Herstellern von Weltklasse und internationalen Teams in der WM begrüßen werden, und dass alle Voraussetzungen dafür gegeben sind, dass sie auf höchstem Niveau an den Start gehen können."

Laut ACO sollen auch die Verantwortlichen der nordamerikanischen IMSA-Sportwagenserie bei der Gestaltung des neuen Reglements involviert gewesen sein. Außerdem plant der ACO, ab 2024 eine Sonderkategorie für wasserstoffbetriebene Autos einzuführen. Eine Arbeitsgruppe von ACO und FIA, die sich mit den Fragen der neuen Technologie befassen und eine Reihe von Experten zu diesem Thema konsultieren soll, sei bereits eingerichtet.

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