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Mercedes S-Klasse Coupé: CL-Nachfolger

Aston Martin mit Stern

Der Nachfolger des seit 2006 gebauten Mercedes Benz CL heißt offiziell "S-Klasse Coupé" und feiert Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon.

mid/wp

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Der Wechsel von "CL" auf "S-Klasse Coupé" soll wohl die gehobene Position des Spitzen-Coupés betonen. Zu den Händlern kommt es in der zweiten Jahreshälfte 2014 und wird zunächst ausschließlich mit dem 4.663 Kubikzentimeter großen V8-Biturbo-Aggregat motorisiert.

Im S 500 Coupé arbeitet es mit jener Leistung, die auch in der Limousine zur Verfügung steht. Die Nennleistung von 355 kW/455 PS und ein angenehm dimensioniertes Drehmoment-Maximum von 700 Nm werden eine abgeregelte Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h und eine Sprintzeit für die Beschleunigung von Null auf 100 km/h in deutlich unter fünf Sekunden ermöglichen.

Auch für dieses neue S-Coupé wird es zur Modellvorstellung einen nach Norm ermittelten Verbrauchswert geben, er darf dann als Vergleichswert dienen. Das jetzt abgelöste CL 500-Modell kam auf 9,5 Liter laut Normmessung, das neue S-Coupé könnte deutlich niedriger liegen.

Mercedes definiert den S 500 nunmehr eher sportlich und weniger dekadent-luxuriös, denn man verspricht zur Steigerung des Fahrerlebnisses einen "emotionalen" Sound der Abgasanlage.

Weitere Motorversionen werden binnen Jahresfrist folgen. Dazu zählen der 5,5-Liter-V12 und zwei AMG-Versionen. Statt Hinterrad- wird es auf Wunsch auch Allradantrieb geben.

Und womöglich gibt Konzernchef Dieter Zetsche noch die serienreif schlummernde Offen-Variante mit elektrischem Faltverdeck frei, die eine lang unterbrochene Tradition der Luxuscabrios mit Stern fortsetzen könnte. Für das neue S 500 Coupé existiert noch keine exakte Preisangabe.

Wie schon bei der vor etwa neun Monaten gestarteten S-Limousine kommt es unter dem eleganten Coupé-Kleid zu einem Festival von High-Tech und High-Comfort. Allerdings häufig nur auf Wunsch, also zum Aufpreis.

Dazu gehört ganz in der Technik-Tradition der S-Coupés die Weiterentwicklung des Fahrwerksystems "Magic Body Control". Zusätzlich werden ein Head-up-Display und ein Touchpad zur Bedienung der Info- und Entertainment-Einheit geboten.

Der Clou in dem bereits aus der S-Klasse bekannten Fahrwerksystem ist eine zusätzliche Regelung, mit deren Hilfe sich das Coupé wie ein aufmerksamer Motorrad- oder Skifahrer in die Kurve legt. Natürlich nur mit einem Neigungswinkel von maximal 2,5 Grad, abhängig von Straßenkrümmung und gefahrenem Tempo.

Dafür sorgen Hydraulikzylinder in jedem der vier Federbeine in der Radaufhängung. Die erhöhen durch das Quasi-Hineinlegen des Coupés in die Kurve den Fahrkomfort durch eine spürbare Verringerung der Querbeschleunigungskräfte auf Fahrer und Passagiere.

Mercedes verspricht besonders auf Landstraßen durch diese Kurvenneige-Funktion mehr Fahrspaß und Komfort. Wobei der Hersteller sich beeilt, zu versichern, dass das Ziel dieser Innovation nicht höhere Kurventempi seien, sondern ein angenehmes Fahrerlebnis. In den Abmessungen folgt das im Stil der "sinnlichen Klarheit" eingekleidete S-Klasse Coupé den gewohnten Dimensionen.

Im Vergleich zur Limousine wurden ein paar Zentimeter für den sportlicheren Auftritt geopfert. Bei einer Länge von 5,03 Meter und einer Breite von 1,90 Meter sowie einem Radstand von 2,95 Metern dürften die Platzverhältnisse in dem luxuriös gestalteten Innenraum dennoch wenig Grund zur Klage geben.

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