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Dakar-Rallye 2016

Loeb im Peugeot-Werksaufgebot

Der Franzose Sébastien Loeb wird 2016 im Peugeot 2008 DKR16 seine erste Dakar-Rallye bestreiten; mit dabei: Langzeit-Co-Pilot Elena.

Foto: Peugeot Média

Der neunfache Rallyeweltmeister Sébastien Loeb wird sich im kommenden Jahr einer besonderen Herausforderung stellen und für Peugeot an der Dakar-Rallye teilnehmen. Der Franzose wird zusammen mit Rallyelegende Carlos Sainz sowie den Dakar-Größen Stéphane Peterhansel und Cyril Despres einen Peugeot 2008 DKR16 pilotieren und damit ein regelrechtes "Dream Team" komplettieren.

"Ich habe Motorsport erst im Alter von 18 entdeckt und an meinen ersten Rallyes teilgenommen. Ab da war ich an allen Formen von Motorsport interessiert – und die Dakar ist eine davon", erklärt der 41jährige. "Ich denke, es ist eine große Herausforderung, daran teilzunehmen und in der Wüste zu fahren. Sie wird sehr lang sein, und man benötigt die Ausdauer, um auf den Fahrer und das Auto aufzupassen. Es ist ein anderer Rennansatz, aber das werde ich im Jänner entdecken."

Aktuell fährt Loeb in der Tourenwagen-WM für die Konzernschwester Citroën, doch schon in der kommenden Woche wird er sich auf seinen Dakar-Einsatz vorbereiten, wenn er zusammen mit Sainz, an einem Event in Marokko teilnehmen wird. Der Spanier wird dabei bereits die 2016er-Variante des Peugeots testen, während Loeb mit der aktuellen Spezifikation unterwegs sein wird. An seiner Seite wird dabei wieder Co-Pilot Daniel Elena sein, mit dem Loeb bereits in der Rallye-WM von Erfolg zu Erfolg geeilt ist.

Den Peugeot hat Loeb bereits im Juni erstmals gefahren und sich begeistert gezeigt. Mit normalen Rallyes könne man Dakar & Co. absolut nicht vergleichen: "In der WRC war ich es gewohnt, um Hindernisse herumzufahren, aber mit diesem Auto kann man einfach drüberfahren; aber es braucht Zeit und Selbstvertrauen, bis man das auch glaubt", so Loeb. Zudem muss er sich bei der Dakar-Rallye nicht auf einen genauen Aufschrieb verlassen: "Man muss die Straße selbst finden und die Route improvisieren."

Seine neuen Teamkollegen freuen sich bereits auf die Ankunft des Rallyestars: "Sébastien Loeb ist eine Messlatte im Motorsport. Es gibt nur wenig, dass ich oder andere ihm beibringen können", meint etwa der elfmalige Dakar-Gewinner Stéphane Peterhansel. Der fünfmalige Dakar-Sieger auf dem Motorrad, Cyril Despres, ergänzt: "Mit Sébastien im Team ist nun alles komplett."

Auch Carlos Sainz, der von 2003 bis 2005 Loebs Teamkollege in der Rallye-WM war, hat nur lobende Worte übrig: "Ich kann nicht mehr über Sébastien sagen, als seine Karriere bereits über ihn aussagt. Natürlich wird Rally Raid [d.h. der Marathonrallyesport; Anm.] eine neue Herausforderung für ihn sein, aber er hat alle Kapazitäten, um sich ohne Probleme daran anzupassen. Wie ich selbst gesehen habe, ist er bei allem was er tut ein schneller Lerner."

In Marokko ergibt sich für den Franzosen dafür die perfekte Gelegenheit. Peugeots Sportdirektor Bruno Famin ist überzeugt, dass sich Loeb gut schlagen wird: "Sébastien war schon beeindruckend, als er das erste Mal im Auto gesessen ist; aber das wussten wir, nachdem wir bereits zuvor das Privileg hatten, mit ihm zu arbeiten. Wir haben das Auto seit der letzten Dakar-Rallye in verschiedenen Bereichen überarbeitet. Dass wir nun Sébastien Loeb verpflichtet haben, ist das letzte Puzzleteil."

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