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Paukenschlag auf SP 3

Turbulente 3. SP: Während Citroen-Junior Duval die Führung übernimmt, crasht Manfred Stohl. Aigner und Wolff in der Gruppe N gut dabei!

Manfred Wolf

Das Bild, das die zweite Sonderprüfung der OMV Deutschland-Rallye bot, war dem der ersten SP frappierend ähnlich. Über die 12,6 Kilometer lange „Drohntal 1“ dominierte wieder die Marke mit dem Doppelwinkel: Sebastien Loeb war erneut schneller als sein Teamkollege Francois Duval, dieses Mal allerdings nur um 1,3 Sekunden. Marcus Grönholm hatte wieder den dritten SP-Rang inne, 8,4 Sekunden verlor der Finne auf dem noch immer feuchten Asphalt der Weinberg-Straßen.

Dahinter reihte sich der „Rest der Welt“ ein: Markko Märtin (Peugeot, + 14,5), der bereits bekannte „Subaru-Doppelpack“ Petter Solberg (+ 16,7) und Stephane Sarrazin (+ 17,9), gefolgt vom Ford-Doppel Roman Kresta (+ 19,2) und Toni Gardemeister (+ 19,6). Die neuntschnellste Zeit ging an Gigi Galli im besten Mitsubishi (+ 21,9), Manfred Stohl komplettierte die Top-Ten mit 22,6 Sekunden Rückstand. Der Wiener hatte aber bereits zu diesem Zeitpunkt Probleme große Probleme mit dem elektronischen Gaspedal.

In der Gesamtwertung lag das Duo Loeb/Duval damit durch 3,3 Sekunden getrennt überlegen an der Spitze, Marcus Grönholm hatte bereits 22,9 Sekunden Rückstand. Manfred Stohl hatte Platz zehn inne, lag aber mit etwas mehr als einer Minute Rückstand recht gut im Feld der Werksfahrer.

Auf der dritten SP („Schönes Moselland 1“, 20,47 Kilometer) sollten sich die Ereignisse dann überschlagen: Zuerst findet die Vorstellung von Manfred Stohl ein jähes Ende: Nachdem ihm das elektronische Gaspedal bei Vollgas (!) stecken bleibt, wirft der Citroen-Privatier seinen Citroen mit Nachdruck in die Weinstöcke… Und unmittelbar danach übernimmt der viel gescholtene Francois Duval mit einer phänomenalen Bestzeit, 6,5 Sekunden (!) schneller als Loeb, die Führung.

Marcus Grönholm verliert auf dieser SP zwar deutlich weniger Zeit auf Loeb (4,9 Sekunden) als auf den vorigen Prüfungen, durch die tolle Bestzeit von Duval vergrößert sich sein Rückstand in der Gesamtwertung aber auf 30,3 Sekunden. Petter Solberg gehen auf dieser einen Sonderprüfung gleich 25,6 Sekunden verloren – gesamt verbessert sich der Norweger zwar auf Rang vier, mit 1:14,2 Minuten Rückstand wird der Subaru-Pilot aber nicht wirklich zufrieden sein.

Dann erwischt es auch Skoda-Youngster Alex Bengue, er rutscht wie Stohl in den Weinbergen von der Strecke. Zu diesem Zeitpunkt kommt auch die Entwarnung: Stohl/Minor blieben bei ihrem Ausrutscher unverletzt. Sowohl für das Skoda-Duo als auch für das OMV-Team ist der erste Tag damit aber vorbei, ob sie auf der zweiten Etappe wieder starten können, wird sich erst zeigen.

Gruppe N: Harrach sensationell – und schon out! Tolles WM-Debüt von Toto Wolff!

Beppo Harrach fuhr mit seinem Co-Piloten Andreas Schindlbacher auf der ersten Sonderprüfung in der Gruppe N auf Rang 2, nur zwei Sekunden hinter dem Finnen Latvala (Subaru) aber 3,8 Sekunden vor dem Deutschen Hermann Gaßner (Mitsubishi)!

Sechs Monate in keinem Rallye-Auto, dazu noch leicht geschwächt nach seiner Krankheit – und mit dem neuen Evo VIII nur ein paar Kilometer gefahren – Kompliment an den Brucker! „Wir sind alle total happy“, freute sich auch Vater Graf Ernst Harrach, der das Geschehen an der Strecke verfolgt, „ich konnte das Ergebnis zuerst gar nicht glauben. Zumal Beppo zu Beginn einer Rallye ja noch nie wirklich schnell war. Mal sehen, wie es weiter geht!“

Doch es ging leider sehr schlecht weiter: Schon auf der zweiten SP machte ein Getriebe- oder Differential-Defekt alle Hoffnungen von Harrach zunichte, mehr dazu lesen Sie hier!

Sehr gut unterwegs war auf den ersten Sonderprüfungen auch Toto Wolff (mit Co-Pilot Gerry Pöschl – ebenfalls auf einem Mitsubishi Evo VIII): Der 33jährige Wiener fuhr in der Gruppe N auf den sehr guten siebenten Platz, auf der zweiten Prüfung war er sogar Viertschnellster. Damit lag Wolff bei seinem WM-Debüt nach zwei SP's auf dem sechsten Gruppe-N-Rang. Wolff legte aber nach und arbeitete sich mit der zweitbesten SP-Zeit auf SP3 auf Gesamtrang vier nach vorne!

„Ja, es läuft bisher ganz gut“, freute sich der Wiener am Service-Punkt, „die Zeiten sind okay, meine Leistung bisher auch. Dabei muss ich sagen, dass ich mir schon auf SP1 nach fünf Kilometer eine Radaufhängung verbogen habe.“

„Im Moment sieht es ganz gut aus, und ich fühle mich auch blendend. Ich werde jetzt versuchen, mein Tempo bei zu behalten und den ersten Tag gut zu überstehen“, sagt Wolff.

Die Red Bull Junioren eröffneten mit den Rängen sechs (Aigner) bzw. neun (Müller), schon auf der zweiten Prüfung lief es für den Steirer Andreas Aigner aber noch besser: Dritter Rang, nur 12 Sekunden hinter dem Schnellsten. Quirin Müller erreichte die siebentbeste Zeit. In der Gesamtwertung ist Aigner damit Zweiter, nur knappe acht Sekunden hinter dem führenden Deutschen Ronny Amm!

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