RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

MRC Deutschland: Hüfinger siegt vor Seiberl
Fotos/Screenshots: Codemasters Dirt 2.0

Sieg und Gesamtführung für Hüfinger

Florian Hüfinger holte sich in Deutschland den Sieg vor Simon Seiberl, der mit zwei Ausritten viel Zeit verlor, Thomas Traußnig Dritter vor Fabian Zeiringer.

Auch der fünfte von acht Läufen zur Motorline Rallye Challenge powered by Dirt 2.0 durfte sich über ein starkes Starterfeld freuen, 80 Piloten ließen sich die Asphalt-Hatz in Deutschland im R5-Boliden nicht entgehen. Ins Ziel schafften es dieses Mal mit 66 Piloten mehr als zuletzt in den USA, 14 Fahrer – darunter auch der oft im Spitzenfeld zu findende Jonas Atteneder – mussten ihre Boliden mit Totalschaden vorzeitig abstellen. Beim letzten reinen Asphaltlauf in Spanien – damals allerdings im frontgetriebenen Kitcar – war Simon Seiberl eine Klasse für sich, die deutlich unterschiedliche Streckencharakteristik und die R5-Fahrzeuge sollten die Karten aber neu mischen.

Mit Abstand beliebtester Bolide war wie schon zuletzt der Ford Fiesta R5 MKII, für den sich auch fast ausnahmslos alle Spitzenpiloten entschieden. Bevor es noch auf die Piste ging, hatten die Piloten im Hinblick auf die Reifenwahl eine Entscheidung zu treffen. Während SP1 unter trockenen Bedingungen gefahren wurde, regnete es auf der zweiten Prüfung stark, die dritte, besonders lange SP war dann wieder trocken und das nächste Service gab es erst danach. Die meisten entschieden sich für den weichen Slick, der auch auf SP1 hervorragend arbeitete. Florian Hüfinger – bereits siegreich bei der Monte und in Schweden – markierte die erste Bestzeit, 1,1 Sekunden vor Thomas Traußnig und 1,5 Sekunden vor Fabian Zeiringer.

Auf der extrem rutschigen SP2 schoben sich dann andere Piloten an die Spitze, dem Vernehmen nach jene, die sich für Regenreifen entschieden. Alexander Aigner acht Zehntel vor Kevin Windischhofer, Seiberl mit 4,6 Sekunden Rückstand Vierter, Hüfinger nach einem Überschlag und einem Zeitverlust von knapp acht Sekunden nur auf Rang sieben. Das Duell an der Spitze denkbar knapp, lagen die beiden zuletzt genannten doch nur von vier Zehntel getrennt, dahinter Traußnig und Windischhofer.

Auf SP3 dann erneut ein Zweikampf zwischen Hüfinger und Seiberl, der seine Führung mit drei Zehntel knapp verteidigen konnte. Christian Mitterlehner dieses Mal mit der drittschnellsten Zeit vor Manuel Rehberger und Fabian Zeiringer, das Führungsduo konnte sich aber bereits mit 12 Sekunden Vorsprung absetzen. Ein prominenter Starter, der immer für Siege gut ist, fehlte dieses Mal, Michael Miesenberger.

Die kurze, vierte SP „Kreuzungsring“ schnappte sich erneut Hüfinger vor Mario Friesenecker und Thomas Traußnig, Seiberl nur mit der 18. Zeit und einem Rückstand von über sechs Sekunden, womit Hüfinger auch die Gesamtführung übernahm. Eine SP später schlug Seiberl aber postwendend zurück, der Vorsprung nun wieder knapp unter fünf Sekunden, Thomas Traußnig bewies einmal mehr Konstanz und belegte zu diesem Zeitpunkt Rang drei vor Christian Mitterlehner.

Auf der Sprint-Prüfung 6 sollte dann eine Vorentscheidung fallen. Simon Seiberl wie auch schon auf SP4 im „Gemüse“, zusätzlich bekam der Oberösterreicher eine Acht-Sekunden-Strafe aufgebrummt, womit lediglich die 33. Zeit zu Buche stand, während Florian Hüfinger eine weitere Bestzeit holte. Der Rückstand Seiberls wuchs auf 15 Sekunden an, zwei Sekunden dahinter lauerte bereits Thomas Traußnig, weiter fünf Sekunden dahinter Christian Mitterlehner, die Top-Ten innerhalb von 37 Sekunden.

Drei Prüfungen standen noch auf dem Programm und langsam wurde es dunkel auf dem Truppenübungsplatz. Unbeeindruckt davon spulte Hüfinger SP für SP wie ein Uhrwerk ab, dieses Mal sieben Zehntel vor Zeiringer und 1,6 Sekunden vor Seiberl, an der Spitze des Gesamtklassements indes keine Änderungen. Die vorletzte SP brachte ein unglaublich knappes Ergebnis, Seiberl 0,15 Sekunden vor Traußnig, 0,248 Sekunden vor Hüfinger und 0,961 Sekunden vor Friesenecker. Mit einem Vorsprung von 16,4 Sekunden konnte Hüfinger aber nur noch ein grober Schnitzer den Sieg rauben, spannend noch das Duell zwischen Seiberl und Traußnig um Rang drei, 3,2 Sekunden der Unterschied vor dem Start.

Auch auf der finalen 9. SP – gefahren wurde mittlerweile bei Nacht – blieben die Abstände zu knapp als dass sich noch etwas im Spitzenfeld verändern sollte. Die Bestzeit ging zwar an Seiberl, in der Endwertung musste er sich aber um 14 Sekunden gegenüber Florian Hüfinger geschlagen geben, 18,7 Sekunden fehlten Thomas Traußnig auf P3 schlussendlich auf den Sieger. Im Vergleich zu den letzten Rallyes zeigte sich das Feld aber relativ eng zusammen, von Fabian Zeiringer auf Platz vier bis Mike Engel auf P10 nur 16 Sekunden.

In der Gesamtwertung eroberte Florian Hüfinger die Führung, e hat nun 364 Punkte auf dem Konto, Thomas Traußnig liegt acht Zähler dahinter aber weiter in Schlagdistanz. Fabian Subasic mit konstanten Leistungen Dritter, sein Rückstand auf Hüfinger allerdings bereits 66 Zähler. Auf der Überholspur ist Simon Seiberl unterwegs, nach der Nullnummer bei der Monte hat er nun 296 Punkte auf dem Konto, gefolgt von Benjamin Nakov mit 281 Zählern auf Gesamtrang fünf. Zurückgefallen sind sowohl Jonas Atteneder (Ausfall) als auch Michael Miesenberger (kein Start).

Die MRC wechselt in der Weihnachtswoche von Asphalt auf Schotter, Schauplatz ist dieses Mal Polen, gefahren wird mit den etwas älteren Boliden der Gruppe A, Zieleinlauf ist kommender Mittwoch (30.12.)

SP-Zeiten und Gesamtstand

Anmeldungen sind jederzeit möglich, alle Infos dazu gibt es hier

Bericht Rallye Polen Bericht Rallye Polen Bericht Rallye USA Bericht Rallye USA

Ähnliche Themen:

MRC Deutschland: Hüfinger siegt vor Seiberl

Weitere Artikel:

Der große Geschlechtervergleich am Steuer

Männer gegen Frauen

Frau am Steuer. So fängt ein Klassiker unter den Klischees über Autofahrerinnen an, der immer noch gerne in der Männer-Welt erzählt wird. Ist da vielleicht tatsächlich etwas Wahres dran? Oder handelt es sich nur um ein billiges Vorurteil?

Besser mit Allrad?!

Videotest: Toyota Prius Hybrid

Allrad-Marke Toyota? Ab sofort gibt's den Prius nur noch mit 4WD. Wir haben dem vermeintlich unangefochtenen Spritsparmeister auf den Zahn gefühlt und herausgefunden, ob das die zusätzliche E-Maschine im Heck ihn rundherum zum besseren Auto macht, oder eben nicht.

Scharf gezeichnet und unkonventionell angetrieben

Neuer Nissan Qashqai vorgestellt

Die dritte Generation des Nissan Qashqai wurde erneut in Europa für Europa entwickelt. Auf Basis der neuen CMF-C Plattform stellte Nissan so am Ende nicht nur ein überaus mutig designtes, sondern auch mit Mild-Hybrid und E-Antrieb ohne aufladbarem Akku sehr interessant angetriebenes auf die Räder. Im Sommer 2021 soll er in den Handel kommen.

Winward steigt mit zwei Mercedes in DTM ein

Offiziell: Lucas Auer mit Winward in der DTM

Das deutsch-amerikanische Team Winward bestätigt zwei Mercedes-AMG GT3 für die DTM: Wer der zweite Fahrer ist und wieso das Team nun nicht mehr HTP heißt.