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83. Genfer Automobilsalon Teil 5

Teil 5: von Porsche bis Volvo

Im letzten Teil nehmen wir Porsche, Qoros, Renault, Rolls-Royce, Seat, Skoda, Subaru, Toyota, Lexus, VW und Volvo unter die Lupe.

mid/tl

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Porsche

Die Sportwagenbauer aus Zuffenhausen stellen die zweite Generation des Cayman in Europa vor. 202 kW/275 PS im Cayman markieren den Einstieg in die Welt der Sport-Coupés von Porsche. Der Cayman S tritt mit 239 kW/325 PS an. Der 4,38 Meter lange Zweisitzer verfügt über den klassischen Sechszylinder, der allerdings in Mittelmotorlage vor der Hinterachse platziert ist. Dank 60 Millimeter mehr Radstand reisen zwei Erwachsene je nach Wunsch sportlich bis komfortabel.

Mit der zweiten Premiere beginnt Porsche den Ausbau der 911-Baureihe. Der neue 911 GT3 kommt wie seine Vorgänger als puristisches Sportmodell. Mit den Daten und Preisen hält sich Porsche noch zurück. Der Sechszylinder leistet 331 kW/450 PS.

Qoros

Es kommt auch im Autogeschäft nicht oft vor, dass gleich eine ganz neue Marke bei einer Messe ihre Weltpremiere feiert. Mit Qoros versucht der nunmehr dritte chinesische Autobauer in Europa Fuß zu fassen. Während Landwind und Brilliance an Crashnormen und mangelhafter Qualität gescheitert sind, will Qoros mit europäischem Know how bei seinen Produkten überzeugen.

Das erste serienreife Auto ist der Qoros 3 Sedan, eine 4,61 Meter lange Stufenhecklimousine der Kompaktklasse, die gegen Jahresende in Europa auf den Markt kommt. 2,69 Meter Radstand versprechen einen geräumigen Innenraum. Der 3 Sedan tritt dann gegen einen VW Jetta an. Für ein Design, das auch europäische Kunden anspricht, hat der Hersteller den ehemaligen Mini-Designer Gert Volker Hildebrand gewonnen. Als Motoren stehen vier Benziner zur Auswahl, die ein Leistungsspektrum von 93 kW/126 PS bis 136 kW/185 PS abdecken..

Renault

Renault besinnt sich wieder seiner Tradition, innovative und erfolgreiche Modelle wie den R4, R5 oder Twingo entwickelt zu haben. Die Franzosen enthüllen nun den "Captur" als Weltpremiere. Der Captur basiert auf dem Clio. Er tritt als kompaktes Crossover-Modell mit SUV-Anmutung an. Doch da der 4,12 Meter lange Kompakte weniger Truppen der Grand Nation durch nordafrikanische Krisengebiete transportieren wird, als vielmehr kleine Mädchen und Buben mit trendigen Vornamen stilgerecht zum Waldspielplatz, verzichtet Renault auf einen Allradantrieb und stattet den Captur ausschließlich mit Vorderradantrieb aus. Bei den Motoren bedient sich der Captur aus dem Regal des Clio, wo Benziner und Diesel zwischen 55 kW/75 PS und 88 kW/120 PS bereit stehen. Als Markteinführung ist der kommende Mai geplant.

Eine weitere Premiere umfasst den modellgepflegten Scenic. Der kompakte Van erhält eine überarbeitete Karosserie und einen modernisierten Innenraum. Das Motorenangebot ergänzt ein neuer Benziner mit 96 kW/130 PS. Neu im Angebot für den Scenic ist das sogenannte "Visio-System". Es kombiniert Spurwarn- und Fernlichtassistent. Der überarbeitete Scenic kommt im April zu den Händlern.

Rolls Royce

Die Vorstellung eines neuen Modells wirft bei Rolls Royce lange Schatten. Für den Auftritt im März geruhen die Briten den "Wraith" ("Gespenst") anzukündigen: ein Auto der ultimativen Luxusklasse und "der stärkste Rolls Royce der Geschichte". Während Massenhersteller aus Asien die Vorstellung neuer Modelle im Rhythmus Olympischer Sommerspiele zelebrieren, verstreicht bei Rolls Royce gerne ein Dezenium, bis in den Produktionshallen im Park zu Goodwood ein neues Auto das Licht der Welt erblicken darf.

Als Hersteller, der jahrzehntelang die Leistung seiner Fahrzeuge offiziell mit dem Begriff "genug" beziffern durfte, pflegt Rolls mit konkreten Daten zum neuen Wraith vergleichbare Zurückhaltung: "Die anmutige Silhouette zeigt ein kühnes und durchaus modernes und zeitgenössisches Automobil der Ultra-Luxus Klasse. Hinter fließenden Formen und Linien versteckt sich eine außergewöhnliche Kraft und Dynamik und verspricht der stärkste Rolls-Royce der Firmengeschichte zu werden. Dennoch weist der Wraith Designelemente auf, die sich seit jeher durch alle Rolls-Royce Modellgenerationen ziehen." Der Wraith soll sich am erfolgreichen Bentley Continental GT orientieren. Dafür erhält er den V12 aus dem "Ghost", der dort 419 kW/570 PS leistet. Um sich das Label "stärkster Rolls Royce aller Zeiten" zu verdienen, wird die Leistung auf mehr als 600 PS steigen. Die Markteinführung des Wraith plant Rolls Royce für 2014.

Seat

Die spanische VW-Tochter Seat tritt in Genf mit einer weiteren Version des Leon an. Der Zweitürer tritt unter der Bezeichnung "Leon SC" an. Die neue Karosserie-Variante zeichnet sich durch ein eigenständiges Design aus. Der Leon SC hat einen 35 Millimeter kürzeren Radstand und ist drei Zentimeter kürzer als der Fünftürer. Technisch basiert die jüngste Generation des Leon auf dem aktuellen Golf. So darf sich auch der SC mit beiden Händen aus dem Konzern-Regal für die Kompaktklasse bedienen.

Zum Modellstart stehen sechs Motoren zu Verfügung, zwei Benziner und vier Diesel, die zwischen 77 kW/105 PS und 110 kW/150 PS leisten. Im Lauf des Jahres folgen zwei weitere Diesel mit 66 kW/90 PS und 135 kW/184 PS sowie ein Benziner mit 132 kW/180 PS. Bei den Kraftübertragungen bietet der Leon SC die Auswahl aus manuellen Schaltboxen mit fünf, beziehungsweise sechs Gängen oder Doppelkupplungsgetrieben mit sechs und sieben Gangstufen.

Skoda

Skoda enthüllt offiziell den neuen Octavia. Das Modell ist ein weiteres Derivat des "modularen Querbaukastens" aus dem Volkswagen-Konzern. Einmal mehr untermauert die tschechische Traditionsmarke ihren Ruf, wahre Raumwunder bei ihren Limousinen zu realisieren. Neun Zentimeter länger als der 4,57 Meter lange Vorgänger, mit einem um 10,8 Zentimeter auf 2,68 Meter gewachsenen Radstand und fünf Zentimetern mehr Breite bietet der neue Octavia das beste Platzangebot seiner Klasse. Dazu passt der Gepäckraum mit 590 Litern Volumen, der sich zudem über eine große Heckklappe erschließt.

Seine Weltpremiere feiert zudem der Octavia Kombi. 90 Millimeter länger und 45 breiter als der Vorgänger schluckt das Gepäckabteil zwischen 610 Liter und 1 740 Liter. Das ist im Segment rekordreif. Das Motorenangebot ist mit dem der Limousine identisch. Der Verkauf beginnt im Mai. Im Gegensatz zur Limousine stehen die Preise für den Octavia Kombi noch nicht fest.

Subaru

Für die einen ist der Subaru Forester ein Nischenfahrzeug, für den Hersteller ist es ein Bestseller, zumindest auf den europäischen Märkten. Die Japaner stellen jetzt die vierte Generation des Forester vor. Bereits Ende März kommt der 4,60 Meter lange SUV in den Handel. Außen wie innen ist der neue Forester für den langjährigen Einsatz als praktisches, familientaugliches Auto konzipiert. Zu einem echten Subaru gehört der Boxer-Motor ebenso wie der Allradantrieb. Benziner und Diesel haben zwei Liter Hubraum. Der Benziner tritt mit 110 kW/150 PS an, der Diesel mit 108 kW/147 PS. Neu im Angebot ist als Top-Motorisierung ein aufgeladener Zweiliter-Benziner mit 177 kW/240 PS.

Toyota/Lexus

Japans Nummer eins will unter anderem sportliche Akzente setzen. Mit der Studie des offenen GT86 will Toyota die Publikums-Reaktion auf eine Cabrio-Version des heckgetriebenen Sportcoupés GT86 testen. Der heckgetriebene Zweisitzer mit einem 155 kW/200 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Boxermotor, der bereits als Coupé große Erfolge feiert, ruft förmlich nach einer offenen Version. Der Toyota GT 86 "Open Concept" vermittelt als Studie bereits einen auffallend reifen Zustand. Schließlich hat der Hersteller bereits bestätigt, dass bereits erste Prototypen fertig entwickelt sind.

Die Neuauflage des kompakten SUV RAV4 feiert in diesem Frühling Europapremiere. 19 Jahre nachdem die Baureihe quasi das Segment der kompakten SUV "erfunden" hat, steht die Markteinführung der vierten Generation unmittelbar bevor.

Für eine weitere Weltpremiere bei Toyota steht die Markteinführung bereits fest: Am 13. Juli kommt die Kombi-Version des neuen Auris in den Handel. Erstmals seit Einführung des Auris 2007 als Nachfolger des Corolla stellt der Hersteller der kompakten Limousine wieder einen Kombi an die Seite. Mit 4,56 Meter ist er 28,5 Zentimeter länger als die Schrägheck-Limousine. Das Längenwachstum kommt dem Kofferraum zugute: Dessen Volumen beträgt 530 Liter. Sind die Rücksitze flachgelegt, passen bis zu 1.660 Liter ins Heck.

Als echter japanischer Hersteller fühlt sich Toyota zudem bemüßigt, auch eine betont futuristische Studie zu präsentieren, die weniger Realisierbarkeit transportieren soll, als vielmehr Gedankenspiele zum Thema "Mobilität der Zukunft". Die zweite Weltpremiere des japanischen Automobilherstellers in diesem Frühjahr umfasst das kompakte und emissionsfreie Konzeptfahrzeug "Toyota i-ROAD" - ein effizienter und agiler Zweisitzer für Innenstädte und Ballungsräume.

Lexus

Lexus feiert mit der Neuauflage der Mittelklasse-Limousine IS im März eine Europapremiere, die auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit Anfang Januar zu sehen war. In Europa startet das Modell als IS 250 mit dem bekannten V6-Benziner, der bislang 153 kW/208 PS leistet. Für den Hybridantrieb im IS 300h haben sich die Ingenieure das Ziel gesetzt, einen CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer zu realisieren und eine Leistung von mindestens zwei PS pro Gramm CO2 zu erreichen.

Volkswagen

Bei VW ist der Golf stets eins Thema, nun präsentieren die Wolfsburger das stärkste Golf Cabrio aller Zeiten. Wo "Golf R" draufsteht, ist Scirocco darunter. Das Cabrio ließ sich nicht zu vertretbaren Kosten auf einen Allradantriebsstrang umrüsten.

Der hätte den 195 kW/265 PS Leistung aus dem aufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder mit Benzindirekteinspritzung zumindest nicht geschadet. Sportfahrwerk, 18-Zoll-Räder, Schürzen, Schweller und schwarze Außenspiegel zählen zu den sportiven Ausstattungsdetails des immerhin 43 325 Euro teuren Cabrios. Dafür spurtet der offene Golf R in 6,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Der Trend bei VW, biedere Kleinwagen oder kompakte Limousinen mit robust aussehenden Karosseriedetails zu hippe Lifestyle-Mobile aufzupeppen, setzt sich fort: Der "VW Cross Up" steht vor der Weltpremiere. Ab Spätsommer kommt der Up mit höher gelegtem Fahrwerk, 16-Zoll-Rädern, ausgestellten Radläufen und rundum-Kunststoffbeplankung in den Handel. Die Motorenpalette beschränkt sich auf den Einliter-Dreizylinder mit 55 kW/75 PS.

Volvo

Volvo präsentiert seine überarbeitete 60er-Baureihe mit der Limousine S60, dem Kombi V60 und dem Crossover XC60 sowie die Modelle S80, V70 und XC70. Die Schweden warten mit einem neuen Karosserie- und Innenraum-Designs sowie neuen Ausstattungsoptionen auf. Unter anderem sind nun für alle Modelle eine digitale Instrumentenanzeige und für Fahrzeuge mit Dreispeichen-Lenkrad und Automatikgetriebe Schaltwippen und eine Lenkrad-Heizung erhältlich. Mit dem V60 Plug-in-Hybrid ist auch erneut der weltweit erste Diesel-Hybride mit Steckdosenanschluss mit von der Partie.

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