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Genfer Autosalon: allgemeines PS-Geprotze

Leistung & Luxus

Auf dem Genfer Automobil-Salon 2016 werden Leistung & Luxus groß geschrieben, Bescheidenheit spielt dieses Jahr definitiv nicht die Hauptrolle.

mid/rhu; Bilder: Michael Kirchberger/mid (1), Werk

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Die Autoindustrie startet unter dem kräftigem Rückenwind satter Zuwächse des vergangenen Jahres mit Vollgas in die neue Saison. Die Hersteller legen ein klares Bekenntnis zu Leistung und Fahrspaß ab.

Jede Menge Welt- und Europapremieren machen das Palexpo-Ausstellungsgelände des Genfer Autosalons vom 3. bis 13. März zum globalen Hotspot der Autofans. Hier die Messe-Highlights im Überblick:

Maximalleistung: 1.103 kW/1.500 PS - mit dieser Ansage schiebt sich der neue Bugatti Chiron (Bild oben) nicht nur in jedem künftigen Autoquartett ganz nach vorne. Sein vierfach aufgeladener W16-Motor, 2,0 Sekunden für den 100er-Sprint und 460 km/h Spitze machen ihn zum Superstar unter den ganz Schnellen und ganz Starken. 2,5 Millionen Euro beträgt der Basispreis, die Nachfrage ist schon vor der Genfer Weltpremiere erheblich.

Eine Etage darunter, nämlich etwa auf dem Niveau von Porsche Cayenne und BMW X5, ist das neue Maserati-SUV angesiedelt. Der Levante setzt voll auf Sportlichkeit und Eleganz und soll mit Benzin- und Dieselaggregaten bis maximal 313 kW/425 PS angeboten werden.

Bella Italia repräsentiert auch der Ferrari FF-Nachfolger namens GTC4 Lusso. Der Viersitzer mit Allradantrieb und Hinterradlenkung sprintet dank seines 507 kW/690 PS starken V12-Saugmotors in 3,4 Sekunden auf 100 km/h und weiter bis 335 km/h.

Beim neuen McLaren 675LT Spider (Bild oben links) steht die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung - der 3,8-Liter-V8 bringt es auf 498 kW/675 PS und ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Die Spitze des auf Wunsch oben offenen Renners liegt bei 326 km/h, der Preis bei gut 350.000 Euro.

Jaguar F-Type SVR, Pagani Huayra BC, Rinspeed Etos - das sind nur drei weitere Beispiele für die große Lust an der Leistung. Opel hält hier zumindest optisch dank des phänomenal geformten GT Concept (Bild links) dagegen, obwohl es die Studie nur auf drei Zylinder, einen Liter Hubraum und 107 kW/145 PS bringt.

Kurz vor dem Händlerstart steht der neue Porsche Boxster mit Vierzylinder-Motoren (Bild links), der jetzt den Zusatz 718 trägt und in Genf seine Weltpremiere feiert - mit 220 kW/300 PS aus zwei und in der S-Version mit 257 kW/350 PS aus 2,5 Liter Hubraum.

Die SUV-Fraktion wird immer größer und feiert am Lac Leman auch in finanziell erschwinglicheren Bereichen diverse interessante Zugänge. Etwa mit der Neuauflage des Klassenprimus VW Tiguan oder mit dem kompakten Seat Ateca, der auf Basis des Tiguan (aber kompakter) mit bis zu 140 kW/190 PS und mit jeder Menge Assistenz-Systemen zu "urbanen Abenteuern" einladen soll.

Konzernschwester Skoda hält mit der deutlich größeren Studie VisionS (Bild links) dagegen, die ab 2017 vermutlich als Kodiak in den Wettbewerb eingreifen wird. Längst etabliert ist das Opel-SUV Mokka, das mit neuer Nase und einem X hinter seinem Namen in den Autofrühling startet. Dass auch Subaru emotionale Autos bauen kann, soll die SUV-Studie Subaru XV Concept beweisen. Erste Detailfotos zeigen jedenfalls ausgeprägte Kanten und Zacken.

Eine neue Design-Linie startet Toyota mit dem kompakten Hybrid-SUV C-HR Concept (Bild rechts), ein durchaus gelungener Mix aus kantigen und fließenden Formen.

Die koreanische Variante zum selben Thema zeigt Kia in Genf mit dem Niro: Das Kompakt-SUV verfügt ebenfalls über einen Hybridantrieb. Mitsubishi setzt in diesem Segment auf Voll-Elektrifizierung. Die Stromer-Studie eX-Concept rollt im Shooting-Brake-Stil und mit einer Reichweite von 400 Kilometern an.

Bei Mercedes steht die neue E-Klasse im Mittelpunkt, außerdem haben die Schwaben als Weltpremieren das neue C-Klasse Cabrio (Bild rechts) und das Mercedes-AMG C 43 Coupé im Portfolio. Die Mitbewerber von BMW runden ihre 7er-Reihe mit dem neuen M760Li xDrive nach oben ab. Sein Doppelturbo-Zwölfzylinder leistet maximal 441 kW/600 PS, die große Limousine sprintet damit in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Vorerst noch ganz konventionell motorisiert ist das kleine Audi-SUV Q2 (Bild rechts), das auf der Technik des A1 basiert und etwa den gleichen Radstand hat wie der A3. Eine Nummer drüber schärfen die Ingolstädter den RS Q3 mit einer Performance-Version nach, die es auf muntere 270 kW/367 PS bringt.

Hyundai rollt in Genf mit dem brandneuen Ionic an, einer an den Toyota Prius erinnernden Fließheck-Limousine, die von Beginn an für drei Antriebsarten ausgelegt ist. Den Anfang macht eine Hybrid-Version mit Benziner und E-Motor, dann folgen eine rein elektrisch angetriebene und eine Plug-in-Variante.

Honda zeigt neben einer Studie des künftigen Civic-Fünftürers (Bild links) erstmals in Europa den Clarity Fuel Cell, der es mit Brennstoffzellen-Technik auf eine Reichweite von 700 Kilometern bringen soll.

Für Fans der sportlich-modernen Fortbewegung steht der Honda NSX mit 3,5-Liter-V6-Motor samt Doppel-Turbolader, drei E-Motoren, Neungang-Doppelkupplungs-Getriebe und aufregender Optik parat.

Einen radikalen technischen Kontrapunkt liefert Mazda mit seiner Sportwagen-Studie mit Wankelmotor namens RX-Vision (Bild links), die sich bereits mit dem Titel "Most Beautiful Concept Car of the Year 2015" schmücken kann.

Ebenfalls ein Hingucker, aber mit einem konventionellen Fünfliter-V8-Sauger ausgestattet: der Lexus LC 500 (Bild links).

Natürlich treten in Genf auch ganz normale, nutzwertige Debütanten auf. Peugeot, Citroën und Toyota etwa schieben die Kleintransporter-Drillinge Traveller, Spacetourer und Proace ins Rampenlicht. Bei Kia feiert der Optima Wagon Premiere.

Und Volvo zeigt nach dem Debüt des S90 in Detroit in der Schweiz dessen Kombi-Bruder V90. Für die Abteilung Spiel, Spaß und Frischluft stehen das Smart Cabrio, das Mini Cabrio und die Abarth-Version des auf dem Mazda MX-5 basierenden Fiat 124 Spider. Die illustre Zusammenstellung zeigt: Beim diesjährigen Salon lassen es die Hersteller ordentlich krachen.

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