MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Dakar-Rallye 2016

Loeb: Elena nicht die logische Wahl

Das Erfolgsduo Loeb/Elena wird bei der "Dakar" wieder im Auto vereint sein – Mikko Hirvonen hingegen setzt auf einen neuen Co-Piloten.

Der Countdown zur Dakar-Rallye 2016 läuft. Am 2. Januar beginnt die Marathonveranstaltung durch Argentinien und Bolivien. Im Rampenlicht werden dabei auch die ehemaligen Rallye-WM-Titelkonkurrenten Sébastien Loeb und Mikko Hirvonen stehen, die zum ersten Mal bei diesem Klassiker antreten werden. Der Finne bereitet sich seit Monaten auf sein Debüt vor. Bei X-raid findet er optimale Bedingungen vor, denn seit vier Jahren ist der Rennstall ungeschlagen.

Loeb hingegen ist erst spät zum Dakar-Projekt von Peugeot gestoßen und hat sein Antreten erst Ende September offiziell gemacht. Anfang Oktober bestritt der Rekordweltmeister in Marokko seine erste Cross-Country-Rallye. Hinter der Konkurrenzfähigkeit und der Zuverlässigkeit des überarbeiteten Peugeot 2008 DKR16 steht außerdem ein Fragezeichen.

Es gibt noch einen weiteren entscheidenden Unterschied zwischen Hirvonen und Loeb. Hirvonen wird mit Michel Perin als Co-Piloten zusammenarbeiten. Der Franzose ist ein Dakar-Urgestein und kennt sich in Sachen Navigation perfekt aus. Zwischen 1994 und 1996 hat Perin als Beifahrer von Pierre Lartigue dreimal in Folge in Afrika gewonnen; 2014 navigierte er Nani Roma in Südamerika zum Gesamtsieg. Perin wird für Hirvonen eine wesentliche Unterstützung darstellen.

Loeb hat sich hingegen erneut für Daniel Elena als Co-Piloten entschieden. Das kongeniale Duo hat die Rallye-WM jahrelang dominiert und neun Titel in Folge geholt. "Daniel ist nicht die logische Wahl", muss auch Loeb eingestehen. "Die logische Wahl wäre ein erfahrener Co-Pilot gewesen, der über genügend Erfahrung bei der 'Dakar' verfügt. Es mit Daniel zu wagen ist gewiss etwas Besonderes, denn wir müssen viel mehr lernen und gemeinsam verstehen. Er war bei den Rallyes aber immer bei mir, also ist es eine schöne Sache, dass wir wieder beisammen sind."

Dennoch besteht ein großer Unterschied zwischen den Aufgaben eines Rallye-Co-Piloten und eines Beifahrers im Cross-Country-Sport. Vor allem die Navigation in den Sanddünen stellt den Co-Piloten vor spezielle Herausforderungen. "Sicherlich habe ich etwas Angst, dass ich mich mit Daniel in der Wüste verfahre, aber das gehört dazu", lacht Loeb. "Dafür müssen wir uns so gut wie möglich vorbereiten."

Mit Spannung wird seine Performance bei der wohl härtesten Veranstaltung dieser Art erwartet. An den Sieg denkt der Ausnahmekönner aber nicht. "Ich weiß, dass einige Fahrer bei ihrer ersten Teilnahme gewonnen haben, aber die Gegebenheiten waren anders, weil sie gleich das beste Auto gehabt haben. Jetzt sind die Gegner sehr stark", verweist der Franzose auf die starken Mannschaften von X-raid, Peugeot und Toyota. "Mini dominiert seid einigen Jahren, und in meinem eigenen Team sind einige der besten Fahrer. Es wäre etwas verfrüht, an den Sieg zu denken."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Dakar-Rallye 2016

Weitere Artikel:

Aston Martin mit Showcar

Aston Martin zeigt Lackierung für 2026

Aston Martin hat sein Design für 2026 auf einem Showcar präsentiert, obwohl der AMR26 beim Shakedown schon gefahren war: Zündet Adrian Neweys Genie?

Ferrari zeigt aktive Aerodynamik

Aktive Aero - Fans kritisch: "Billiges Gimmick"

In einem Video können sich Formel-1-Fans die aktive Aerodynamik am Ferrari SF-26 in Aktion anschauen - Nicht alle sind von der neuen Technik begeistert

24h Daytona 2026: Bericht

24h-Hattrick für Porsche #7

Dritter Sieg in Folge für den Penske-Porsche #7 in Daytona - Strategiefehler und starker Cadillac verhindern Doppelsieg - BMW holt überraschenden GT-Sieg

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre