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Dakar-Rallye 2016

Bunt gemischte Spitze im Prolog

Toyota-Pilot Bernhard Ten Brinke sichert sich die Prolog-Bestzeit vor Carlos Sainz im Peugeot. Loeb und Hirvonen landen in den Top 10.

Fotos: Twitter

Die Rallye Dakar 2016 startete am Samstag in Argentinien mit einem Prolog von Buenos Aires nach Rosario. Nachdem die 111 Fahrercrews der Automobilwertung an der Startrampe den zahlreichen Fans präsentiert wurden, musste eine 171 Kilometer lange Verbindungsstrecke zurückgelegt werden. Lediglich elf kurze Kilometer wurden auf Zeit gefahren und legten die Startreihenfolge für die erste lange Etappe am Sonntag fest. Die Zeitabstände im Feld betrugen nach dem Prolog nur wenige Sekunden, aber die Top 10 waren bunt gemischt.

"Der Prolog darf weder über- noch unterbewertet werden", erklärt Dirk von Zitzewitz, der Co-Pilot von Giniel de Villiers. "Er ist vor allem für die Startposition für die morgige, erste richtige Etappe ausschlaggebend." Der Niederländer Bernhard ten Brinke markierte auf dem kurzen gewerteten Abschnitt die Bestzeit. Damit meldete sich einer der neu entwickelten Toyota Hilux des Overdrive-Teams an der Spitze.

Mit drei Sekunden Rückstand reihte sich Peugeot-Pilot Carlos Sainz, der Dakar-Sieger von 2010, auf dem zweiten Platz ein. Insgesamt waren alle vier Peugeot-Werksfahrer unter den ersten Elf zu finden. "Mister Dakar" Stephane Peterhansel reihte sich als Neunter ein, Rallye-Legende Sebastien Loeb folgte als Zehnter und Cyril Despres als Elfter.

"Es war wichtig, den Prolog problemlos zu meistern und Fehler zu vermeiden", sagt Loeb nach seinen ersten Dakar-Kilometern. "Wir werden sehen, wie es auf den längeren Etappen laufen wird. Ich habe heute getan, was ich tun musste, aber ich will nicht vorne fahren. Das war nicht mein Ziel." Außerdem wurde Loeb auch gleich mit einer Besonderheit der Rallye konfrontiert: "Ich bin im Staub eines Motorrades gefahren und musste dann überholen."

In Reihen der Mini-Armada des deutschen X-raid-Teams war Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah mit der viertschnellsten Zeit der Beste. Nani Roma, der Sieger von 2014, belegte Platz sechs. Dakar-Neuling Mikko Hirvonen war als Siebter ebenfalls vorne dabei. Routinier de Villiers und sein Navigator von Zitzewitz fuhren mit ihrem Toyota Hilux die achtschnellste Zeit. Für Überraschungen in den Top 10 sorgte Ford-Pilot Xevi Pons als Dritter und der Pole Marek Dabrowski (Toyota) als Fünfter.

Für Spektakel sorgte wie jedes Jahr Robby Gordon, indem er seinen Gordini mit einem Sprung über die Startrampe wuchtete. Anschließend büßte der US-Amerikaner in der kurzen Prüfung 29 Sekunden ein, womit er sich jenseits der Top 20 klassierte. Der eigentliche Auftakt zur Rallye Dakar findet am Sonntag statt. 258 Prüfungskilometer im Rallye-WM-Stil erwarten die Teilnehmer - also mit schnellen und mittelschnelle Schotterstraßen. Es wird ein erstes Kräftemessen im Schatten der Berge - mit leicht besseren Karten für X-raid-Mini und den Toyota Hilux. Buggys wie dem Peugeot liegen dagegen eher offenes Gelände, Dünen und Rüttelpisten.


Ergebnis des Prologs (Top 10):
       
 1. Ten Brinke/Colsoul (Toyota) 	06:08 Minuten
 2. Sainz/Cruz (Peugeot)		+3 Sekunden
 3. Pons/Torlaschi (Ford)		+4
 4. Al-Attiyah/Baumel (Mini) 		+5
 5. Dabrwoski/Czachor (Toyota) 		+5
 6. Roma/Haro Bravo (Mini) 		+7
 7. Hirvonen/Perin (Mini) 		+7
 8. de Villiers/von Zitzewitz (Toyota)	+9
 9. Peterhansel/Cottret (Peugeot) 	+9
10. Loeb/Elena (Peugeot) 		+9

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