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MRC Saisonauftakt Monte: Hüfinger eine Klasse für sich
Fotos/Screenshots: Codemasters Dirt 2.0

Hüfinger dominiert, knapp 90 Teilnehmer am Start

Der Saisonauftakt der Motorline Rallye Challenge hatte es in sich, beim Rekordstarterfeld von fast 90 Piloten holte sich Florian Hüfinger den souveränen Sieg vor Traußnig und Subasic.

Die Motorline Rallye Challenge powered by Dirt 2.0 von Codemasters ist in die zweite große Meisterschaft gestartet, in acht Wochen gilt es insgesamt acht Rallyes zu bestreiten, die Teilnahme ist noch jederzeit möglich, Infos dazu am Ende des Artikels.

Nach der viermonatigen Pause war der Wunsch nach einer neuen MRC-Runde entsprechend groß, knapp 90 Piloten haben den Auftakt in Monte Carlo in Angriff genommen, neuer MRC-Rekord. Darunter wieder etliche bekannte Namen und auch immer mehr Fahrer aus Deutschland, die wir herzlich willkommen heißen.

Zum Renngeschehen: Die erste SP-Bestzeit der neuen Saison ging an Fabian Zeiringer, der sich knapp vor Simon Seiberl und Thomas Traußnig durchsetzte, schnell war klar, dass wohl kaum ein Weg an den alten MRC-Hasen vorbeiführen würde. Mit Jonas Atteneder schaffte es aber auch ein MRC-Newscomer weit nach vorne, die fünfte SP-Zeit noch vor dem mehrmaligen Meister Florian Hüfinger. Michael Miesenberger, Sieger der letzten, großen Meisterschaft begann noch vorsichtig, knapp sieben Sekunden verlor er auf Zeiringer.

Die zweite SP holte sich Atteneder – der damit auch die Gesamtführung übernahm – Miesenberger knapp dahinter auf Rang zwei, gefolgt von Hüfinger, Subasic und Traußnig. Alle Top-Piloten hatten sich übrigens für den VW Polo GTI R5 entschieden, einzig Manfred Rehberger vertraute auf den Ford Fiesta R5 MKII. Und einer war nicht mehr dabei: Simon Seiberl touchierte nach einem kleinen Fehler heftig die Begrenzungsmauer, Totalschaden und große Enttäuschung beim Ex-Champion.

Die dritte Sonderprüfung sollte dann eine weitere Vorentscheidung bringen, Michael Miesenberger leistete sich einen seiner seltenen Fehler – zu sehen ab Minute 25:30 im untenstehenden Video. Er schlug links hinten an, was einen Reifenschaden nach sich zog und nur den 75. Platz in der SP mit einem Rückstand von satten 37 Sekunden, immerhin noch schneller als das Rad zu wechseln.

Somit war klar, dass Miesenberger vermutlich nicht mehr um den Sieg fahren würde, am anderen Ende des Zeiten-Tableaus holte sich Florian Hüfinger eine weitere Bestzeit vor Thomas Traußnig, die gleiche Reihenfolge fand sich nun auch in der Gesamtwertung wieder, Zeiringer Dritter, Subasic auf Vier vor Atteneder, der auf dieser SP über 12 Sekunden auf Hüfinger einbüßte. Um auf SP vier mit einer Bestzeit zurückzuschlagen, was sich im Gesamtklassement ob der knappen Abstände aber nicht auswirken sollte. Michael Miesenberger war ebenfalls bei den Top-Zeiten dabei und kämpfte sich wieder nach vorne, Rang 11 nach SP 4.

Zur Halbzeit der Rallye Monte Carlo entbrannte ein knappes Duell zwischen Hüfinger und Miesenberger um die SP-Bestzeiten, gesamt freilich um 38 Sekunden getrennt. Hüfinger führte weiter vor Traußnig, Subasic, Zeiringer, Atteneder, Mitterlehner und Rehberger, Luca Waldherr, Benjamin Nakov und Michael Miesenberger komplettierten die Top-Ten. Auf SP6 verlor Waldherr dann über 1:30 Minuten auf die Bestzeit von Miesenberger und fiel auf Rang 26 zurück. Jörn Limbach schob sich dadurch auf P10, Miesenberger mit einer weiteren, hauchdünnen Bestzeit vor Hüfinger bereits Achter.

Kaum Veränderungen dann auf SP7, Hüfinger baute mit einer weiteren Bestzeit seine Führung auf knapp 12 Sekunden vor Thomas Traußnig und 17,5 Sekunden vor Fabian Subasic aus, die ersten neun innerhalb von knapp 50 Sekunden. Auf der achten Sonderprüfung kämpfte sich Miesenberger auf Gesamtrang sechs nach vorne, an der Spitze keine Veränderungen. Und auch auf der vorletzten SP ging die Bestzeit an Hüfinger vor Miesenberger – bereits auf P5 – und Subasic, mit über 26 Sekunden Vorsprung müsste Hüfinger auf der finalen 10. SP ordentlich patzen, um den Sieg noch zu verlieren.

Das Gegenteil war der Fall, Florian Hüfinger beendete die Rallye mit einer weiteren Bestzeit und gewann mit satten 30.849 Sekunden Vorsprung auf Thomas Traußnig, weitere sechs Sekunden dahinter Fabian Subasic. Ein toller Auftakt auch für Jonas Atteneder und dem vierten Gesamtrang, Michael Miesenberger musste schlussendlich mit Rang fünf vorlieb nehmen. Würde man den Zeitverlust von 37 Sekunden abziehen, wäre das ein souveräner zweiter Rang gewesen ...

Von den knapp 90 gestarteten Piloten haben es 70 ins Ziel geschafft, erwähnenswert auch der erst 16-jährige Mario Friesenecker, der erst seit August im Simulator fährt und den guten 13. Gesamtrang geholt hat.

Gesamtsieger Florian Hüfinger zieht wenig überraschend ein positives Resümee: „Ich hab vor der Rallye kurz ein Setup herausgefahren, das hat offenbar super gepasst. Meine Rallye war bis auf ein oder zwei Dreher wirklich fehlerfrei, hätte Michael Miesenberger keinen Reifenschaden gehabt, wär es aber knapp geworden. Jetzt freu ich mich auf Spanien!“

Die zweite Runde der MRC geht auf spanischem Asphalt in einem Kitcar über die Bühne, ob dann die Karten neu gemischt werden oder die üblichen Verdächtigen ganz vorne sind, sehen wir kommenden Mittwoch (02.12.)

SP-Zeiten und Gesamtstand

Anmeldungen sind jederzeit möglich, alle Infos dazu gibt es hier

Fahrt Michael Miesenberger



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