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83. Genfer Automobilsalon Teil 4

Teil 4 - von Mercedes bis Peugeot

Im vierten Teil unseres Genfer Autmobilsalon-Rundgangs zeigen wir Ihnen die Neuheiten von Mercedes, Mitsubishi, Nisan, Opel und Peugeot.

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Mercedes-Benz

Mercedes-Benz tritt in diesem Jahr so gar nicht sparsam auf. Der älteste Autobauer der Welt zeigt erstmals vor europäischem Publikum die überarbeitete E-Klasse und die viertürige Version der A-Klasse, den CLA. Dazu kommen die neuesten Kreationen aus der Sportabteilung von AMG: der C 63 "Edition 507" und der A 45 AMG.

Die E-Klasse ist traditionell das profitabelste Modell im Portfolio von Mercedes-Benz. Nachdem die 2009 eingeführte, aktuelle Baureihe gegen die wichtigsten Wettbewerber Audi A6 und die 5er-Reihe von BMW an Boden verloren hatte, entschieden sich die Verantwortlichen zu einem gründlichen Facelift, das sich die Schwaben nach eigenen Angaben eine Milliarde Euro kosten ließen. Fast alle Blechteile erhalten ein neues Styling. Am auffälligsten ist der Verzicht auf die Front mit den vier rechteckigen Scheinwerfereinheiten. Nun stehen zwei markante Scheinwerfer im Fahrtwind, die einen neuen Grill einfassen.

An Assistenzsystemen ist praktisch alles verfügbar, was Mercedes auch für die nächste Generation der S-Klasse entwickelt hat. Das Facelift betrifft alle Karosserievarianten: Limousine, Kombi, Coupé und Cabrio.

Was dank des Mercedes CLS für die Kunden der Oberklasse recht ist, soll nun auch in Gestalt des CLA für die Interessenten der Kompaktklasse billig sein. Die 4,63 Meter lange viertürige Version der A-Klasse soll dabei nicht nur potentielle Kunden der gehobenen Kompaktklasse begeistern, sondern auch in der Mittelklasse wildern, wo sich BMW mit der 3er-Reihe und Audi mit dem A4 gut eingerichtet haben; auch auf die Gefahr hin, dass die hauseigene C-Klasse den einen oder anderen Kunden an den CLA verliert. Den CLA kennzeichnet die flache coupéartige Dachlinie, die er vom erfolgreichen CLS übernimmt.

Mit dem C 63 AMG "Edition 507" stürmt die ultimative C-Klasse im AMG-Trimm in die Liga der Supersportwagen, sowohl als Coupé, als auch als Limousine. "507" kennzeichnet die Leistung in PS (373 kW). Das sind 37 kW/50 PS mehr als beim konventionellen C 63 AMG, was für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,2 Sekunden reicht. Äußerlich ist der AMG-Bolide an der Motorhaube der "Black Series" oder an neu gezeichneten 19-Zoll-Räder erkennbar.

Mit dem Mercedes A 45 AMG betreten die Schwaben Neuland. Erstmals entwickelten die Spezialisten von AMG ein sportliches Top-Modell für die Kompaktklasse. Der aufgeladene Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum leistet 265 kW/360 PS, der stärkste in Serie gefertigte Vierzylindermotor. Die Literleistung von 133 kW/181 PS übertrifft jeden Supersportwagen. Die Kraft gelangt über ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Fahrstufen an alle vier Räder. Ein Sportfahrwerk mit eigenständigen AMG-Achsen und 18-Zoll-Rädern, ein dreistufiges elektronisches Stabilisierungsprogramm ESP und eine umfangreiche sportliche Innenausstattung zeichnen den kompakten AMG-Sportler aus.

Mitsubishi

Zwei Weltpremieren präsentiert Mitsubishi zum Frühjahr: Mit den Konzeptfahrzeugen "GR-HEV" und "CA-MiEV" wollen die Japaner ihre Rolle in der Entwicklung umweltfreundlicher Elektro- und Hybridfahrzeuge unterstreichen. Mitsubishi beschäftigt sich seit 1966 mit dem Thema Elektromobilität. Erklärtes Ziel ist es, den Anteil an elektrisch betriebenen Fahrzeugen bis 2020 auf 20 Prozent der Gesamtproduktion zu erhöhen.

Die Studie "GR-HEV" (Grand Runner-HEV) setzt die Hybridtechnologie (HEV) erstmals in einem Pick-up-Modell der Ein-Tonnen-Nutzlastklasse ein. Der GR-HEV verbindet dabei die Vorzüge verschiedener Fahrzeugwelten: Ein schadstoffarmer und sauberer Dieselmotor, die Unterstützung der emissionsfrei arbeitenden Elektromotoren und der permanente Allradantrieb mit integrierter Fahrdynamikregelung "S-AWC" (Super All Wheel Control), die unter allen Fahrbedingungen jeweils bestmögliche Traktions- und Stabilitätsreserven sicherstellt. Der HEV-Antrieb ist weniger komplex und preisgünstiger als rein elektrische beziehungsweise Plug-in-Hybridsysteme und eignet sich damit für hohe Belastungen eines Pick-ups im Arbeitseinsatz. Das Entwicklungsziel der Konzeptstudie war eine CO2-Emission von weniger als 149 g/km.

Als Technologieträger ist der "CA-MiEV" (Compact & Advanced MiEV) gedacht. Das Auto ist die konsequente Weiterentwicklung des seit 2009 in Serienproduktion hergestellten Elektrofahrzeugs Mitsubishi i-MiEV. Dank Leichtbaukonzept, elektrischen Antriebskomponenten und Hochleistungsbatterien auf dem neuesten Stand der Technik sowie einer ausgefeilten Aerodynamik erreicht das Fahrzeug laut Hersteller einen Aktionsradius von rund 300 Kilometern. Weitere Merkmale der schlanken Konzeptstudie sind die kabellose Magnetresonanz-Ladetechnologie und via Smartphone steuerbare Nebenfunktionen.

Nissan

Nissan stellt den neuen Note in den Mittelpunkt seiner Frühjahrs-Neuheiten. Über den Nachfolger des gemeinsam mit Renault entwickelten, vier Meter langen Mini-Vans, der seit 2004 in Produktion ist, sind nur wenige Fakten bekannt. Als gesetzt gilt ein für das Fahrzeugsegment umfangreiches Angebot an Assistenzsystemen wie Spurwarner, Totpunkt-Warner oder ein Erkennungssystem für bewegliche Objekte hinter dem Fahrzeug.

Die Benzinmotoren sind Dreizylinder mit 1,2 Litern Hubraum mit 59 kW/80 PS und mit Aufladung 72 kW/98 PS. Ein Vierzylinder-Diesel mit 1,5 Litern Hubraum leistet 66 kW/90 PS und begnügt sich laut Normverbrauch mit 3,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Das entspricht einer CO2-Emission von 96 Gramm pro Kilometer. Die Markteinführung des neuen Note ist für Herbst geplant.

Zweiter Star bei Nissan ist der 370Z "Nismo". Der traditionsreiche Tuner von Nissan hat mit dem 370Z das zweite offizielle Modell nach dem Juke Nismo auf die Räder gestellt. Beim überarbeiteten 370Z leistet der V6-Benziner mit 3,7 Litern Hubraum nunmehr 253 kW/344 PS. Das sind 12 kW/16 PS mehr als beim serienmäßigen 370Z. Das Nismo-Modell zeichnet sich zudem durch eine effizientere Aerodynamik, eine zweiflutige Abgasanlage und ein Fahrwerk mit 19-Zoll-Rädern aus, das speziell auf die Bedürfnisse europäischer Sportfahrer abgestimmt ist. Die Preise gibt Nissan zum Verkaufsstart im Mai bekannt.

Opel

Opel tut das einzig Sinnvolle, um Fakten gegen die ständig beschworene Krisenstimmung zu setzen. Die Rüsselsheimer geben richtig Gas, unter anderem mit dem neuen viersitzigen Cabriolet Cascada. Das viersitzige Mittelklasse-Cabrio erhält Motoren mit einer Leistung von 88 kW/120 PS bis 125 kW/170 PS. Der Cascada ist laut Opel ein völlig eigenständiges Fahrzeug und zwischen den Modellen Astra und Insignia angeordnet. Die Markeinführung erfolgt im Frühjahr, rechtzeitig zum Start der Cabrio-Saison. Das Stoffverdeck des 4,7 Meter langen und 1,84 Meter breiten Wagens öffnet und schließt in 17 Sekunden elektrisch bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h. Für Gepäck stehen mindestens 280 Liter zur Verfügung. Ist das Verdeck geschlossen, passen bis zu 350 Liter Gepäck in den Kofferraum. Für lange Gegenstände lassen sich die Lehnen der Rückbank im Verhältnis 50 : 50 Prozent umklappen. Adaptives Lichtsystem, die zweite Generation der Frontkamera mit verbesserter Schildererkennung, Spurassistent, Abstandwarner, Kollisionswarner, Parkassistent mit Rückfahrkamera und ein Toter-Winkel-Warner lassen sich als Sicherheitssysteme optional bestellen.

Beim gerade vorgestellten Kleinwagen Adam wollen die Rüsselsheimer mit Elan das Konzept zur kompletten Fahrzeugfamilie ausbauen. Die Studie "Adam Rocks", die in Genf ihre Weltpremiere feiert, zeichnet einen sogenannten "Crossover", der bereits jetzt einen Vorgeschmack auf die offene Version des Adam gibt, die Opel 2014 anbieten will. Der bullige "Adam Rocks" kommt mit einem höhergelegten Fahrwerk. So stellen sich die Opel-Verantwortlichen einen SUV auf Basis des Adam vor.

Peugeot

Mit einem besonders leichten und emissionsarmen Technologieträger wollen Peugeot und der französische Mineralölkonzern Total neue Wege für eine verbrauchsarme Zukunft vorstellen. Auf der Basis des Peugeot 208 1.0 VTi mit 50 kW/68 PS entstand der 208 Hybrid FE. Das Ziel war die Konstruktion eines Fahrzeugs mit einer CO2-Emission von 49 g/km trotz einer Beschleunigung von acht Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h. Nach Peugeot-Angaben bedeutet dies die Halbierung der Verbrauchswerte von aktuellen und als besonders sparsam eingestuften Fahrzeugen mit Ottomotor bei den Fahrleistungen eines kleinen Sportwagens.

Erstmals zeigen die Franzosen Anfang März zudem den 2008, eine Hochdachversion des Kompaktmodells 208, die im Sommer auf den Markt kommt. Der 2008 ersetzt den Peugeot 207 SW. Der kleine Crossover gilt bei den Franzosen als "Weltauto". An seiner Entwicklung arbeiteten Ingenieure in Europa, China und Südamerika. Der 4,16 Meter lange Peugeot 2008 zeichnet sich optisch durch seine hohe Karosserie und die Offroad-Karosserieelemente aus. Der auf 17-Zoll-Felgen stehende Peugeot 2008 erhält nur einen Frontantrieb. Die Motorenpalette reicht von 60 kW/82 PS bis 115 kW/156 PS.

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