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IAA 2017: neuer Opel Grandland X Opel Grandland X 2017

Großes Land

Mit dem neuen 4,48 Meter langen Grandland X steigt Opel in die Klasse der ausgewachsenen Kompakt-SUV ein. Weltpremiere feiert er auf der IAA.

mid/ts

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Stattlich ist er geraten, der Opel Grandland X - nach dem Crossland X der zweite Streich der französisch-deutschen Kooperation von PSA und Opel, die schon weit vor der Übernahme der Marke durch die Franzosen begann und jetzt Früchte trägt.

Mit 4,48 Meter Länge übertrifft der Bruder des Peugeot 3008 den Mokka X um 20 Zentimeter, den Crossland X um 27 Zentimeter und wirkt insgesamt erwachsener - souverän und gediegen, ganz wie die primär avisierte Kundschaft: Menschen mittleren Alters mit ein bis zwei Kindern.

Schauen wir dem Newcomer einmal ganz tief in die Augen. Die gleichen mit einem winkelförmigen LED-Tagfahrlicht aus zwei dünnen Lichtleisten - die obere fungiert gleichzeitig als Blinker - denen des Crossland, sind aber nochmals schmaler. Der mit Querstreben, mittigem Opel-Blitz und flankierenden Chromspangen versehene, steil stehende Kühlergrill fällt vergleichsweise groß aus und ist gegenüber den Geschwistern deutlich in die Breite gezogen - wie viele Design-Elemente beim Grandland außen wie innen. Alle Linien streben nach außen.

Das Seitenprofil zeigt deutlich die Bemühungen, bloß keine Langeweile aufkommen zu lassen: Eine präzise gezeichnete und nach hinten leicht ansteigende Bügelfalte, im unteren Bereich eine sichelförmige Kontrastlinie und darunter eine nach innen gewölbte Fläche - kreativ waren die Designer in jedem Fall. Dazu ist das Dach in der Kontrastfarbe Schwarz gehalten, die sich auch auf die A-Säulen erstreckt.

Neben der abfallenden Dachlinie unterstützen eine parallel verlaufende Chromleiste und eine nach vorne geneigte C-Säule den dynamischen Eindruck. "Durch die Sichel ziehen wir die untere Fahrzeughälfte nach oben, was zusammen mit den Seitenschwellern aus Kunststoff Geländetauglichkeit symbolisiert. Den oberen Teil dagegen ziehen wir nach unten für einen sportlichen Touch", sagt Designer Sven Weinfurtner.

Innen gefallen nicht nur die mittlerweile branchenweit bekannten Ergonomie-Sitze mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR), der komplette Innenraum sieht nicht nur schick aus, sondern fühlt sich dank reichlich Softtouch-Oberflächen auch gut an. In den Türen ist unauffällig ein Ambiente-Licht untergebracht.

Die Mittelkonsole ist in drei Ebenen gegliedert. Die oberste mit dem sieben oder acht Zoll großen Touchscreen im Zentrum ist dem Infotainment vorbehalten. In der Mitte sitzen die Schalter und Drehköpfe für die Klimatisierung und darunter um den Schalthebel die für die Fahrzeugeinstellungen - etwa Assistenzsysteme und Fahrmodi.

Apropos elektronische Helfer: Davon hat der Grandland reichlich, vom adaptiven Tempomat mit Fußgängererkennung und automatischer Notbremsung über Spurhalte- und Einparkassistent bis zur 360-Grad-Rundumsicht-Funktion.

Weiters gibt es Voll-LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Assistent, das aus den übrigen Opel-Modellen bekannte IntelliLink-Infotainment sowie den persönlichen Online- und Service-Assistent Opel OnStar inklusive WLAN-Hotspot. Letzterer reserviert jetzt auch Hotels und hilft bei der Parkplatz-Suche.

Die Platzverhältnisse in Reihe eins und auch im Fond sind großzügig bemessen. Üppig dimensioniert ist auch der ein Kofferraum mit 514 bis maximal 1.652 Liter Ladevolumen. Die Heckklappe öffnet und schließt elektrisch auf Knopfdruck oder per Fußkick unter den Stoßfänger. Dieser ist im oberen Bereich angeschrägt, damit man beim Beladen möglichst nah an die Ladekante herantreten kann.

Zum Marktstart ab Ende Oktober kann man zwischen zwei Motorisierungen wählen, einem 1,2-Liter-Benziner mit 96 kW/130 PS und einem 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS. Beide sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Sechsstufen-Automatik kombinierbar.

Die elektronische Traktionskontrolle IntelliGrip passt gegen Aufpreis die Kraftverteilung an die Vorderräder an und verändert gegebenenfalls die Schaltpunkte beim Automatikgetriebe sowie die Kennlinie des Gaspedals. Zudem gibt es fünf Fahrmodi von Normal, über Sand, Gelände/Matsch und Schnee bis hin zu ESP off. Diese Option werden diejenigen nutzen, die den Wagen in bergigen Regionen oder auch mal im leichten Gelände nutzen wollen, Allradantrieb gibt es nämlich nicht. Die Nachfrage sei nicht wirklich vorhanden, heißt es.

Bereits in der zweiten Ausstattungsstufe Edition ab 24.490 Euro (Österreich-Aktionspreis für Privatkunden bzw. 26.200 Euro in Deutschland) ist vieles serienmäßig an Bord. "Für die Basisvariante "Cool & Sound" (Österreich-Aktionspreis ab 22.190 Euro, Deutschland-Preis: 23.700 Euro) rechnen wir ohnehin nur mit einem sehr niedrigen Anteil", verrät Michael Walter, Produktmanager für den Opel Grandland X.

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