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Wie Formel 1 Schwachsinn mediale Verbreitung findet.

motorline.cc-Stargastautor Helmut Zwickl schreibt: Wie Wurz den Doppel-Diffusor zu Renault bringt, oder: wie F1-Schwachsinn mediale Verbreitung findet.

von Helmut Zwickl

Das sind die Stories, wie sie nur die Formel 1 in die Gehirne der Reporter zaubert: «Alex Wurz wechselt mit dem geheimen Doppel-Diffusor zu Renault!»

Und sofort übernehmen andere Medien diesen Schwachsinn, ohne zu überlegen, was der Alex tatsächlich von dem ominösen Doppel-Diffusor an die Konkurrenz verraten könnte.

Der Alex springt also von Ross Brawn zu Renault ab. Das wäre nicht das Problem, aus seinem Vertrag würde er ja rauskommen, falls er es überhaupt will.

Und dann müsste man sich das womöglich so vorstellen: Alex sagt, umringt von Renaults Technik-Team, gäbts mir ein weißes Blattl Papier, ich zeichne euch jetzt den Doppel-Diffusor auf. Alex, seit seiner Zeit in der HTL-Mödling, immer schon sehr gut im Zeichnen, kritzelt dann aufs Papier, was die besten Aerodynamiker von Renault, und ein Adrian Newey, und die bei Ferrari erst recht, nicht zu reden von BMW und McLaren-Mercedes, trotz monatelanger Windkanal-Versuche und sündteuren Simulationen verschlafen haben: den sogenannten Doppel-Diffusor.

Ah ha, sagen die Techniker, super Alex, warum bist Du nicht schon früher zu uns gekommen?

Abgesehen davon, dass die Techniker längst wissen, wo sie blindlings vorbeigeschrammt sind und abgesehen davon, dass der Flavio Briatore den Wurz seinerzeit bei Benetton scheibchenweise demontierte, weil sich Alex nicht von ihm managen lassen wollte, zeigt uns diese
Sensations-Story, dass man über die Formel 1 jeden Blödsinn schreiben kann ohne unangenehm aufzufallen.

Autor Helmut Zwickl ist neben seiner langjährigen Tätigkeit als einer der führenden deutschsprachigen Motorsportjournalisten auch Veranstalter der Ennstal-Classic, alle Infos dazu finden Sie unter www.ennstal-classic.at

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Helmut Zwickl Kolumne

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