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Erinnerungen eines Sportreporters: Wenn der Sommer nicht mehr fern ist

Wenn der Sommer nicht mehr fern ist ...

Peter Klein für den Motorline Paddock Corner

... hat das oben gezeigte, im Sternzeichen des Stieres geborene Duo Geburtstag. Gemeinsam schon längst im dreistelligen Bereich an Jahren angelangt, sind sie, was den heimischen Rallyesport betrifft, ein Paar der Vergangenheit, der Gegenwart und sicher auch der Zukunft. Sowohl über Kris Rosenberger, als auch über Sigi Schwarz wurde nicht nur hier, auf motorline.cc berichtet, dennoch gibt es noch so viel Interessantes aus deren Leben und einen Teil davon will ich in der Folge erzählen.

Aus Aktualitätsgründen bin ich hier, auf motorline.cc ein wenig von meinen Erinnerungen abgewichen, habe über Rosenerger´s Abenteuer bei der "Classic Safari" berichtet und über den daheim gebliebenen "Alltime-Co-Pilot" Sigi Schwarz. Nun aber wieder zurück in die Vergangenheit von Kris, der nach seiner Übersiedelung von Kanada nach Österreich in Sankt Pölten aufgewachsen ist. Während sein Vater und dessen Bruder mit den Autobahnrestaurants ein riesiges Imperium aufbauten,- genoss der Junior keineswegs als gut behüteter Bub das Leben,- im Gegenteil. Die harte Schulzeit bei den Benediktinern ist heute noch in etwas nachdenklicher Erinnerung, das Heranwachsen ohne TV und Radio, Matura, Studium für Marketing und Werbung,- von Rallye war da lange keine Rede. Dann aber die ersten Strafmandate wegen eiligen Fahrten durch Niederösterreichs Hauptstadt, mit dem zarten Hinweis, der junge Mann sollte doch besser auf gesperrten Straßen das Gaspedal malträtieren. Die ersten, schmerzfreien Co-Piloten wurden 1991 eher lieb- weil auch noch ahnungslos verbraucht,- bis Sigi kam und plötzlich alles anders wurde. Mit dem damals 25-jährigen Oberösterreicher kam neben dem Spaß auch Ruhe ins Cockpit, 1992 bestritten die beiden mit einem Gruppe N Cosworth 4x4 neun Rallyes und sahen jedes Mal auch das Ziel, wenn auch nicht immer standesgemäß …

Es folgte ein weiteres Jahr in der Gruppe N mit einigen Ausfällen bis sich Kris für die oberste Spielklasse entschied und gleich einmal in die Weltmeisterschaft schnupperte. Portugal und Korsika bescherten 1995 zwar keine Ruhmesblätter,- aber jede Menge Erfahrungen, die prompt in Erfolge umgesetzt wurden. Es folgten vier Platzierungen unter den ersten Fünf,- den ersten Gesamtsieg konnte das Duo Rosenberger/Schwarz aber erst 1996 bei der Boschrallye feiern. Mit dem neuen Toyota Celica blieben sie deutlich vor Willi Stengg im Ford Escort Cosworth und Raphael Sperrer im legendären Renault Megane Maxi. Viel auffälliger aber war zuvor der 9. Gesamtrang in Portugal wo auch Sepp Haider als Werkspilot am Start war. Beide Herren im jeweils Opel Astra GSI 16V und Kris war tatsächlich om Ziel der besser Platzierte – Haider fuhr mit Stefan Eichhorner auf Platz 11. Dabei war der gute Sepp in den Sonderprüfungen fast immer schneller, - aber wie heißt es doch so richtig: "to finish first, you first have to finish!“

Im Jahr darauf, also vor rund 25 Jahren, gab es für Rosenberger/Schwarz den heiß ersehnten Meistertitel, über den sich zwei Hauptsponsoren im Rallyehimmel wohl heute noch freuen: Angeilka Kresch von Remus und "Mister Castrol" Hannes Meisenbichler. Kris wiederholte den Sieg bei der Bosch-Rallye, gewann auch die Saturnus-, Krappfeld- und OMV-Rallye und gab sich nur im Raum Windischgarsten Sperrer – in Hartberg Willi Stengg und bei der Semperitrallye in Waidhofen Markus Mitterbauer knapp geschlagen.

Doch damit ging eine jahrelange Partnerschaft zu Ende – allerdings nur vorübergehend. Kris wehrte sich noch immer erfolgreich gegen ein Wirken im väterlichen Betrieb, wurde im zarten Alter von 28 Jahren Motorsportchef bei KTM, erlebte beinharte Businessjahre unter dem Vorstandsvorsitzenden und heutigen Dollarmilliardär Stefan Pierer und lernte von Doppelweltmeister Heinz Kinigadner, wie man eine Motocrossmaschine standesgemäß bewegen kann. Er wechselte von Toyota zu VW, holte den schwedischen Profi Per Carlsson an Bord und konnte in der Weltmeisterschaft als bestes Ergebnis Rang 8 bei der Safarirallye 1998 erreichen. Auch Sigi Schwarz blieb nicht tatenlos, stieg sehr erfolgreich zum Deutschen Mathias Moosleitner und zu Willi Stengg jun. ins Cockpit. Doch zwei Jahre später waren Rosenberger/Schwarz wieder ein kongeniales Paar – zwei Stiere also auf gleichem Weg. Und während die motorlin.cc-Leser meine Zeilen lesen, bin ich schon wieder auf dem Weg nach Steyrling, zu Sigi Schwarz und seiner Geburtstagsfeier. Wir wollen auf seinen 55. Geburtstag anstoßen und auf den 53. von Kris Rosenberger, viele Freunde werden erwartet und es wird viel "Benzin geplaudert". Darüber erzähle ich euch kommende Woche hier, auf motorline.cc. Sigi, Seine "Kaiserin" und Steyrling mag man eben …

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