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I have a dream

Peter Klein hat dieses Mal einen Traum! Was wäre, wenn sich die heimischen "Elite-Rallye-Pensionisten" 2021 wieder aktiv in der ÖRM zurückmelden würden?

Peter Klein für den Motorline Paddock Corner

Eigentlich wollte ich ja Ende dieser Woche mit einer Serie über Achim Mörtl im Motorline Paddock Corner beginnen, aber der geneigte Leser weiß ja – Corona… Ohne einem ausführlichen Gespräch mit dem Kärntner Ex-Staatsmeister wäre dies aber weder wirklich informativ und auch nicht fair! Bei der Gelegenheit: Meine besten Wünsche zum 50er lieber Achim und die Empfehlung, gehe Deinen Weg so weiter und bewahre Dir diese besondere Fürsorge gegenüber Deiner Familie!

Apropos Motorline cc! Da fand ich am 25. November eine Story von Michael Noir Trawniczek über den sogenannten „Familienausflug von M&M Stohl im Elektro-Citroen", beigefügt ein Video – rund zwei Minuten lang. Ich empfehle jedem, dieses Video zumindest zwei Mal zu sehen! Beim ersten Startvorgang, Beschleunigung und Gesichtsanspannung von Frau Stohl – beim zweiten den entspannten, ja fast schon etwas gelangweilten Gesichtsausdruck von Manfred Stohl! Und ich erinnere mich an ein Interview mit Manfred anlässlich der Waldviertelrallye 2007. Das Duo Stohl/Minor war im erdgasbetriebenen Mitsubishi unterwegs und erteilte der Konkurrenz auf 13 Sonderprüfungsbestzeiten Fahrunterricht.

Raimund Baumschlager, der in den Jahren zuvor und auch danach immer im Waldviertel am Start war, hatte diesmal nicht genannt, war allerdings schon davor Ende September in der Steiermark Meister geworden. Stohl führte also mit knapp zwei Minuten Vorsprung und ich wollte vor dem Finale auf dem Nordring wissen, ob er – trotz der bisherigen Erfolge – nicht auch einmal österreichischer Meister werden wolle.

„Wiast sixt, kaun ma a no mid fuffzg Masta wern, oiso hob I no fufzen joa zeid“, lächelte er schelmisch! Dass Manfred wegen einer angeblich nicht konformen Schwungscheibe vor der letzten Prüfung disqualifiziert wurde, ändert nichts an der grandiosen Leistung des Duos Stohl /Minor im CNG Mitsubishi.

Was wäre wenn!

Was wäre, so dachte ich nach dem Beitrag auf Motorline cc, wenn im kommenden Jahr all jene rund 50 Jahre alten – aber auch etliche jüngere Piloten, die in der Vergangenheit für Furore gesorgt haben und nicht mehr aktiv sind – ein Comeback in der ÖM feiern würden? Wer käme da in Frage und auf wie viele würde ich kommen? Ich dachte an die Vergangenheit, zählte erst mit den Fingern, griff dann zu Bleistift und Papier und kam zu folgendem Ergebnis:

Action- und Portraitfotos der folgenden Piloten findet ihr ganz oben in der eingebetteten Galerie!

Andreas Aigner, 36 Jahre alt, Gruppe-N- und auch Team-Weltmeister, von dem Manfred Stohl einst kurz und bündig sagte: „Weltklasse“

Franz Wittmann jun., 37 Jahre, der zuletzt 2010 am Karriereende in Hessen den deutschen Mitbewerbern zeigte, „wo da Fraunz den Most hoit!“

Hannes Danzinger, 37 Jahre, der schon vor 20 Jahren mit L17-Führerschein als 17jähriger sein enormes Talent unter Beweis stellte, 2WD-Meister 2011

David Doppelreiter, 41 Jahre: 2005 war sein erfolgreichstes Jahr mit zwei Gesamtsiegen und einem 3. Platz

Beppo Harrach, bald 42 Jahre, Staatsmeister 2011 und 3x Vizestaatsmeister, er stand 57 x auf dem Podest!

Michael Böhm, 46 Jahre, 2WD-Meister 2013, 2014 und 2015 und fast 20 Jahre lang ein Gewinn bei jedem Meisterschaftslauf.

Mario Seibel, 46 Jahre: Ein Dutzend Jahre lang immer ein Anwärter auf Gesamtsiege

Manfred Stohl, 48 Jahre: Österreichs erfolgreichster Rallyepilot in der Weltmeisterschaft

Achim Mörtl, 50 Jahre: Staatsmeister 1999 mit unzähligen Gesamtsiegen und Podestplätzen

Kris Rosenberger, 51 Jahre: Staatsmeister 1997 und seit rund 30 Jahren im Rallyesport. Für ihn war sein größter Erfolg der Sieg bei der klassischen Safarirallye 2019

Willi Stengg jun., 51 Jahre: Vor 25 Jahren österr. Staatsmeister und vor zwei Jahren noch 6. bei der Wechsellandrallye

Gerwald Grössing, 53 Jahre; Mit 26 Podestplätzen bei 80 Starts

Patrick Winter, 35 Jahre: Der Bursche war gerade erst 22 als er mir (damals schon im Ruhestand) auffiel und in der heimischen Meisterschaft an der Spitze mitmischen konnte. Vielleicht war es ja sein Bergunfall der bewirkte, dass der Oberösterreicher schon mit 27 Jahren das Rallyefahren bleiben ließ. An seinen 3. Platz im Lavanttal 2011 erinnere ich mich heute noch!

und last but not least

Raphael Sperrer, 55 Jahre , 4facher Staatsmeister und für mich Österreichs schnellster Mann auf Asphalt der Ende 2002 seine Karriere viel zu früh beendet hat.

Diese glorreichen 2 x 7 in der heimischen Rallyemeisterschaft 2021?

I have a dream...

1986 – Triumpfe und Tragöden 1986 – Triumpfe und Tragöden Georg und die Kernseife Georg und die Kernseife

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